Lieder. IdZ
Der Fürst dieser Welt,
Wie sau'r er sich stellt,
Thut er uns doch nicht.
Das macht, er ist gericht:
Ein Wörtlein kann ihn fallen.
Das Wort sie sollen lassen stahn,
Und kein Danck dazu haben.
Er ist bey uns wohl auf dem PlanMit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr, Kind und Weib;
Laß fahren dahin,
Sie Habens kein Gewinn;
Das Reich muß uns doch bleiben.
7.
Ein Lied von den zween Märterern Christi, zu Brüssel von den So-phisten von Löwen verbrannt, geschehen im Jahr 152Z.
Ein neues Lied wir heben an,
Das walt Gott unser Herre,
Zu singen, was Gott hat gethan,
Zu seinem Lob und Ehre.
Zu Brüssel in dem NiederlandWohl durch zween junge KnabenHat er sein Wundermacht bekannt,
Die er mit seinen GabenSo reichlich hat verzieret.
Der erst recht wohl Johannes heißt,
So reich an Gottes Hulden.
Sein Bruder Heinrich, nach dem GeistEin rechter Ehrist, ohn Schulden,
. - Von dieser Welt geschieden sind;
Sie han die Krön erworben,
Recht, wie die frommen Gottes Kind,