Druckschrift 
5 (1827)
Entstehung
Seite
67
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Auswahl aus den Briefen Luthers. L7

und trcueste Hirt meine Seele immer in Friede hinnehmen. Unddarum babe ich diß Lied angefangen, und wollte sie gerne nachrechter Weise zusammen absingen hören. Wenn ihr nun keinehabt, oder nicht wisset, so schicke ich sie hier in ihren Noten ge-zeichnet, daß ihr sie wenigstens nach meinem Tode, wo euch be-liebig, in die rechte Weise bringet, (oder zierlich setzet).

Der Herr Jesus sey mit euch ewiglich. Amen! Verzeihetmeiner Kühnheit und Geschwätzigkeit. Grüsset euren gantzen mu-sicalischen Chor gar ehrerbietig. Aus Coburg, den 4. Oct. 1530.

M- Luther.

An Michael Stifel.

Gnade und Friede! Seyd gegrüsset! gegrüsset! gegrüsset!lieber Michael. Sonst weiß ich nichts zu schreiben; daß ihr euchaber nicht beschweren dürftet, ich schreibe nicht, so habe ich doch:seyd gegrüsset! schreiben wollen, wobey zugleich melde, daß wir,wills Gott, ehestens zu euch kommen und eure Kirschen besuchenwollen mit vielen kirschliebenden Knaben. Gehabt euch wohl imHerrn. 1531.

Martin Luther.

An Johann Schreiner.

Gnade und Friede in Christo Jesu! Wegen der Taufe, dar-über ihr mich gefragt habt, habe ich mit den Unsern geredet, undist unsere Meynung diese: daß, wie wir längst hier gethan haben,ihr auch öffentlich lehret, daß sich die guten Weiberlein hinsührosolcher Taufe gantz enthalten, weil der, so noch nicht geboren,nicht wiedergeboren werden kann. Sonst ist keine Ursache, war-um man nicht auch das Wasser über die Mutter giesse, daß dasKind in ihrem Leibe also getauft werde. Darum, wenn Gefahrzu fürchten vor dem Tode, so bete man, und befehle das KindGott, dem Vater der Barmhertzigkeit.

S*