22 Iesaia 11.
lassen, oder verzweifeln, wenn wir von Verfolgungen hören, unddieselben leiden. Denn die Kirche wird durch das Blut der From-men fruchtbar gemacht und wachst.
Auf dem Stuhl David und seinem Königreiche. Dieseshat er nothwendig dazu gesetzt, um die Auferstehung der Tobtenund das ewige Leben anzuzeigen. Denn Christi geistliches Reichist auf dem Throne Davids, das ist in diesem leiblichen Leben,und dennoch ist es ein ewiges Reich. Derowegen muß dieserKönig nothwendig Gott und Mensch seyn. Mensch muß er seyn,weil er auf dem Throne Davids sitzt; Gott aber, weil er inEwigkeit regieret. Es müssen auch nothwendig die Leiber derGlaubigen nach diesem Leben wieder aufcrwecket werden. Dennsonst wird sein Reich nicht ewig seyn. Also deuten die Prophe-ten dunckler Weise die Auferstehung der Tobten an, und die Apo-stel schärfen dieses nachdrücklich ein, daß die Auferstehung derTobten in der Schrift schon sey angedeutet worden, welches manin allen dergleichen Stellen von Christo stehet. Derowegen sollender heiligen Schrift Beflissene auf selbige achtung geben, undnach dieser Weise selbige ja fleissig untersuchen.
Daß er es stärcke mit Gericht und Gerechtigkeit. Daß er esstarcke, sollte übersetzt werden- daß er es zubereite. Es zeigetaber an, daß Christus anjetzo in dieser Welt regiere durch denGlauben und uns zubereite; vollkommen aber werden wir seynam Jüngsten Tage. Er bereitet aber zu im Gerichte, das ist da-durch, daß er die Gottlosen verdammet und verderbet, und dieFrommen erhält. Jngleichen in Gerechtigkeit, das ist, weil erdurch Barmhertzigkeit die Gerechtigkeit erwecket, durch welche wirvon der Sünde, dem Tode und der Hölle werden besseret werden.
Z e s a i a 11.
Eine Weissagung vom Reiche Christi.
->Hm vorhergehenden Capitel beschreibet er den Fall des K.nygszu Assyrien und die Erlösung Juda. Nunmehro fängr er em