Druckschrift 
3 (1827)
Entstehung
Seite
223
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Daß man die Kinder zur Schule halten soll.

anbeten in ihren Capiteln, von denen sie sich vorhin nicht gerne hat-ten lassen ansehen. Darum laß nur getrost lernen dein Kind, eswird an Leuten ehe mangeln, denn an Gütern; vielleicht, wo die Weltlanger stehet, und Gott Gnade gibt, daß die Fürsten und Städte da-zu thun, mögen der Stisste und Klöster Güter auch wieder zu sol-chem Brauch kommen, dazu sie gestifft sind. Und was darss vielSorgens für den Brauch? Da stehet Christus und spricht Matth.6, 31. 32. 33.: Sorget nicht, was ihr essen und trinken werdet,euer himmlischer Vater weiß wohl, daß ihr solches bedürfet; sucht zumersten das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, so soll euch das al-les zukommen. Wer dem nicht glaubt, der sorge immerhin, undsterbe Hungers dazu.

Wiewol es wahr ist, daß etliche Jahre her viel Pfarrer grossenHunger gelitten, und noch leiden. Das man muß Schuld gebendem?arox)'smo in der Welt, daß die Leute so böse, undankbar undgeizig sind, und dazu das Evangelium verfolgen; damit uns Gottversucht, ob wir rechtschaffen sind, und nicht anders zu rechnen ist,denn als sey es um die Zeit der Märtyrer, da die frommen Lehrerauch grosse Roth und Armuth litten, wie Paulus selbst rühmet, undChristus auch verkündiget, Matth. 9, 15..- Wenn der Bräutigamvon ihnen genommen wird, dann werden sie fasten. Das ist dierechte Evangelische Fasten.

Es ist auch selten Gottes Wort aufgegangen, es ist eine theureZeit mitkommen; als zu Abrahams, Jsaacs, Jacobs, Josephs, Elia,Elisai Zeiten, waren grausame Theurungcn, neben so grossem Lichtder Wahrheit, und im Anfang des Evangelii war eine grosse Theu-rung durch die ganze Welt, Apg. 11, 28. Das muß denn des lie-ben Evangelii und Gottes Wort Schuld seyn, und nicht der Weltvorigen Missethat und gegenwärtiger verstockter Undanckbarkeit. Alsogaben die Juden alle ihren Jammer schuld der Lehre Jeremiä, Jer.44, 16 zc. Und die Römer, da sie von den Gothen wurden zerstö-ret, wußten auch niemand die Schuld zu geben, denn daß sie Chri-sten worden wären, darwider St. Augustinus ein groß Buch ge-schrieben hat, cke Civitate Vei.

Aber laßt waschen wer da wascht, die Welt ist Welt. Wiejene zu Lügnern worden und untergangen sind; so sollen diese auchzu Lügnern werden und vergehen, daß dennoch Christus und seinWort bleibe. Er sitzet wol so vest und hoch, wie geschrieben stehetPs. 110, 1..- Der Herr sprach zu meinem Herrn, setze dich zu mei-ner Rechten, da sitzet er; wer Lust dazu hat, und böse ist, der reiß>hn herunter. So lange aber er da sitzen bleibt, wollen wir auch