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3 (1827)
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212
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212 Daß man die Kinder zur Schule halten soll.

und Fürsten, Ps. 68, 13. Haggaus 1, 13. nennet sie Engel, undMalachias 2, 7. spricht: Die Lippen des Priesters behalten das Ge-setz, denn er ist ein Engel des Herrn Aebaoth, wie sie Christusselbst nennet, nicht allein Matth. 11, 20., da er den Taufer Jo-hannem einen Engel nennet, sondern auch durchs gantze Buch derOffenbarung Johannis.

Darum haben die Alten solchen Stand sehr gemieden und ge-scheuet anzunehmen, um seiner grossen Würde und Höhe willen,daß man sie hat darzu müssen zwingen und treiben; wiewohl her-nach bisher viele gewesen sind, die solchen Stand haben gepreisetum des Messehaltens willen, mehr denn ums Predigens willen,welcher Preis und Ruhm bis anher gewachsen ist, so hoch, daß siedas priesterliche Amt und Stand (Messe zu opffern) über Mariamund Engel gesetzt haben, weil die Engel und Maria nicht sollenMesse halten können, das doch ein Priester könne, und ist einherrlich Ding gewest um einen neuen Priester und erste Messe, undselig war die Frau, die einen Priester getragen hatte; so doch dasWort und Predigtamt das allerhöheste und fürnehmste ist, deß mannicht so hoch geachtet hat. Und in Summa, ein Priester hat ge-heissen, der Messe halten können, ob er gleich nicht ein Wort hatwissen zu predigen, und ein ungeiehrter Esel gewest ist; das ist fastder jetzige geistliche Stand noch heutiges Tages. Ist nun das ge-wiß und wahr, daß Gott den geistlichen Stand selbst hat eingesetzetund gestifftet mit seinem eignen Blut und Tode, ist gut zu rechnen,daß er denselben will hochgeehret haben, und nicht leiden, daß ersolle untergehen oder aufhören, sondern erhalten haben bis an Jüng-sten Tag. Denn es muß ja das Evangelium und die Christenheitbleiben bis an Jüngsten Tag, wie Christus spricht Matth. 28, 20:Siehe, ich bin bey euch, bis an der Welt Ende. Durch wen soller aber erhalten werden? Ochsen und Pferde, Hunde undSaue Werdens nicht thun, Holtz und Steine auch nicht, es Wer-dens wir Menschen thun müssen, denn es ist ja solch Amt nichtOchsen noch Pferden befohlen, sondern uns Menschen. Wo sollman aber Menschen darzu nehmen, ohne bey denen, die Kinderhaben? Wenn du nicht willt dein Kind darzu ziehen, jener auchnicht, und so fortan kein Vater noch Mutter sein Kind unsermGott hie zu geben, wo will denn das geistliche Amt und Standbleiben? Die Alten, so jetzt darinnen sind, werden nicht ewig le-ben, sondern sterben taglich dahin, und sind keine andere da anihre Statt. Was wird Gott zuletzt darzu sagen? Meynest du, erwerde deß einen Gefallen haben, daß wir sein göttlich gestifftet Amt