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3 (1827)
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34
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34 Von der Welt und ihrer Arr,

der reiche Fraß und Wanst im Evangelio Luca 16.19. w-, der gön-net dem armen Lazaro nicht die Brocken; aber Lazarus ist Christi,der nimmt sich sein an.

Es gemahnet mich der Welt, wie eines baufälligen Hauses:David und die Propheten sind Sparren, Christus ist die Seule mit-ten im Hause, die halt es alles.

Wenn ich mirs nicht von Hertzen liesse sauer werden, um desMannes willen, der für mich gestorben ist: so sollte mir die Weltnicht können Gelds genug geben, daß ich ein Buch schreiben, oderetwas in der Bibel verdolmetschen wollte. Ich will meine Arbeitvon der Welt unbelohnet haben, sie ist zu gering und arm darzu.Ich habe noch nie meinen Herrn zu Sachsen um einen Pfennig ge-beten, weil ich bin hier gewest.

Die Welt ist so eigennützig, daß sie niemand etwas umsonst thut,sondern alles will belohnet haben, wie diese Fabel anzeiget, sprach 1).Martinus: Einer vermiethete dem andern seinen Esel und giengneben ihm. Der aber darauf saß, da die Sonne so heiß schiene undstach ihn, bat er den Herrn, er wollte darauf sitzen und ihn auch einwenig im Schatten gehen lassen; aber er wollte nicht und sagte:Er hatte ihm den Esel zu reiten vermiethet und nicht den Schattendavon, denselben sollte er ihm sonderlich bezahlen, da er ihn habenwollte. Diese Fabel ist ein Contrefait und Bild der Welt, die thutnichts umsonst, will einem auch nicht den Schatten mittheilen undvergönnen.

Gott locket uns mit Verheißungen, beyde im Gesetz und Evan-gelio, auf daß wir sein Wort sollen hören; aber die Welt und Gott-losen achtens nicht allein nicht, sondern verachtens auch und verfol-gens. Darum werden sie billig verdammet und geschieht ihnen recht,daß sie Bettler und auch hier zeitlich zu Schanden werden.

I). M. Luther Hub seine Augen auf gen Himmel, seufzete undsprach: Lieber Gott, wie groß ist doch die Jmpietat und Undanckbar-keit der Welt, die deine unaussprechliche Gnade verachtet und verfol-get. Auch wir, die wir uns des Evangelii rühmen und wissen, daßes Gottes Wort, rechtschassen und rein ist, bekennens auch, wie Gottder Vater vom Himmel zeuget, da er spricht: Diß ist mein lieberSohn, den sollt ihr hören, Matth. 17, 5. Doch achten wir dasliebe, heilige Evangelium Christi, den grossen theuren Schatz so