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3 (1827)
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Von dem Worte Gottes.

die es sollen annehmen; laß mich nur sorgen, ich will über dir hal-ten, bleibe du nur vest bey meinem Wort. Man muß gewiß seyn,daß die Lehre recht und die ewige Wahrheit sey, und darnach nichtsfragen, wie sie werde von den Leuten gehalten. Darum spricht Chri-stus Joh. 8, 46..- Wer kann unter euch meine Lehre tadeln? Son-dern so ich euch die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht?Und alle Apostel sind der Lehre aufs allergewisseste gewesen; undSt. Paulus treibet sonderlich die Uleroxlloriam, da er zum Timo-theo 1. Epist. 1, 1Z. saget: es ist ein theuer und werthes Wort, daßJesus Christus in die Welt kommen ist, die Sünder selig zu ma-chen. Denn der Glaube gegen Gott durch Christum muß gewißund vest seyn, daß er das Gewissen fröhlich mache und zufriedenstelle. Und St. Petrus in seiner 2. Epistel l, 19. sagt: Wir ha-ben ein gewisses, vestes, prophetisches Wort, und ihr thut wohl daran,daß ihr darauf achtung habt, als auf ein Licht, das im Dunckelnaufgehet zc. Wenn man diese Gewißheit hat, das ist denn der Siegwider den Teufel; aber wo man der Lehre nicht gewiß ist, da ist mitdem Teufel nicht gut dispuliren.

Sollst du selig werden, so mußt du des Wortes Gottes alsogewiß seyn, daß wenn gleich alle Menschen anders sagten, ja alleEngel nein dazu sprachen, du dennoch könntest allein darauf stehenund sagen: Noch weiß ich, daß diß Wort recht ist.

Es sprach auch D. Luther: Ich will für mich allein GottesWort haben, und frage nach keinem Wunderzeichen, begehre auchkeines Gesichtes, will auch nicht einem Engel glauben, der mich an-ders lehret, denn Gottes Wort. Ich glaube allein Gottes Wortund Wercken, denn Gottes Wort ist von Anfang der Welt gewißgewesen, und hat niemals gefehlet, und ich erfahre es in der That,daß es also gehet, wie es Gottes Wort saget.

Die Majestät und Herrlichkeit des göttlichen Worts ist unaus-sprechlich, und wir können Gott nimmermehr genug dafür dancken.Die Vernunft gedenckt also: Ev, wenn ich Gott den Herrn, denSchöpsser Himmels und Erden, hören sollte, ich wollte an der WeltEnde lausten. Höre, Bruder! Gott, Schöpsser Himmels und derErden, redet mit dir durch seine Diener, Pfarrherren und Prediger,taufet, unterrichtet, lehret und absolviret dich selber durch das Ge-heimniß des Worts und der Sacramente; dieselbigen Worte sindnicht Platonis, Aristotelis, over anderer hohen Gelehrten und Men-schen, sondern Gott redet selber da.

Und das sind die besten Prediger, die da den gemeinen Mann