allgemeine Annahme, die auch der türkische Ncichsannalist Jzzia)wicdcrgiebt, ist, daß der setzt vorhandene Mantel allerdings derursprünglich dem Kall gegebene sei.
Auch die Othmanischen Sultane legten auf die Burda als einRcichSpalladium und als einen Beweis ihrer Legitimität hohenWerth. Sultan Muradb) ließ ihr am Ende des sechSzehuten Jahr-hunderts einen goldenen Behälter machen; jetzt wird sie in einereigenen Capelle mit dem Säbel und der Fahne des Propheten auf-bewahrt und trägt den Namen llllirlcui Selleris : der heilige Rock.Im Jahr 1747, um dieselbe Zeit ungefähr, wo die Trierer Reliquieeinen silbernen Kasten erhielte), ließ Mahmud I. der seinigen einennoch kostbareren für 78,000 Silberdrachmen verfertigen, bei welcherGelegenheit Jzzis) sich in den schwülstigsten Lobpreisungen erschöpft.
Die Verehrung der Burda dauert bis heute gleichmäßig forte).In der genannten Capelle, die ein Quadrat bildet, stehen in derMitte zwei prachtvolle Behälter, einer für die nur bei Gelegenheiteines Krieges hervorgenommene Fahne des Propheten, der anderefür seinen Mantel. Zwei goldene und vier silberne große Leuchterumgeben sie, die Hälfte derselben und vier aufgehängte silberneLampen brennen jede Nacht; je zwei großhcrrliche Kammcrhcrrnhalten an zwei Nächten der Woche vor ihnen Wache; der Sultanbesucht die Capelle häufig und pflegt täglich eins der Abendgebetedaselbst zu verrichten, selbst aus seinem Sommeraufenthalt kommt erwöchentlich ein oder zweimal lediglich zu diesem Zweck in das Serail.
Wie der Trierer Rock in drei, so ist die Burda stets in vierzigUmschläge von kostbaren Seidenzeugen eingehüllt. Einmal im Jahr,in der Mitte der großen Fasten, am IS. Ramadhan wird sie mitgroßer Feierlichkeit enthüllt, wobei der Sultan mit seinem ganzenHof, die weltlichen und geistlichen Großwürdcnträgcr gegenwärtigsind. Unter andächtigen Gebeten wird das Gewand hervorgenommcn.der Sultan, der der ganzen Ceremonic stehend beiwohnt, küßt es
») Constant. 1399 (1785) fol. Bl. 131 -» ans dein bekannten KhannS
des Diparbekri und einer andern minder authentischen Quelle.Ii) Dahabt a. a. O.o) Marx S. 113.c>) Bl. 130 -» bis 131 b.
e) Das Folgende ganz nach der durchaus zuverlässigen Beschreibung beiNnur-ulxe-'l <i'01i»5on 'Nable-»» ss I'emiiire vtlinmu» IN 3»v - 3NKder Oct. Ausg.