Druckschrift 
[1] (1844)
Entstehung
Seite
74
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ächt erklärt ist, daß im Jahre 1514 der Trierischc anerkannt wird,so muß ja auch der Tricrische für unächt erklärt sein, als iu demBrevc vom 22. August 1843, das er, obschon er es bei Gncrinvor sich hatte, sorgfältig übersehen hat, der Nock von Argcnteuilanerkannt wurde.

Lassen wir die päpstlichen Bullen ihren Streit unter sich auS-fcchten. Das historische Ergebnis? ist, daß im zwölften Jahrhundert,um dieselbe Zeit, wo die Röcke von Trier und Argcnteuil erscheinen,ein gleicher und gleichberechtigter urkundlich im Lateran vorhanden ist.

s. 14.

Der heilige angenähte Rock zu Bremen unv Loccum.

Der Erzbischof Waldemar von Bremen brachte, als er nachseiner Vertreibung 1217 sich in das Cistercienserklvster Loccum zu-rückzog, um ein unruhiges Leben dort im Stillen zu beschließen,den ungcnähten Nock Christi, der bis dahin im Dom zu Bremenaufbewahrt war undwelchen die Bremer sürmahls in großenEhren gehalten" ->), mit sich und ließ ihn an einer durch ein weißesKreuz bezeichneten Stelle in der Wand der Kirche einmauernd).Der Loccumcr Mönch, der dies berichtet, beschreibt die Stelle imBremer Dom, wo er gelegen, fügt hinzu, daß noch zu seiner Zeitwenigstens eine Abbildung desselben dort aufbehalten sei, und rccitirt,zun? Beweis, daß man in Loccum den Werth eines solchen Kleinodszu schätzen wußte, einige barbarische Verse, die übrigens ans Got-frids von Vitcrbo (um 117V) Chronik o) genommen sind:

Kleid hochwürdigstcr Art, das dem Kinde vom Himmel geschickt ward,

Nie von der Nadel berührt, wunderbar schön colorirt,

Von Gott Vater hernieder gesandt, ungcnäht von dem Weibe,

Bald lang, kurz dann wieder, das wuchs mit dem wachsenden Leibe,Das an Alter ihm gleich war und vom leichtesten Zeug.

a) Letzner Nachricht von dem Ncichs-Stiffte Luckem in Leuckfclds

^Viiligiiilates Ulieliaelsteinenses. rv»ie<!,il>. 1?16. 4. S. Iva.n) Diese Geschichte war uns zunächst nur aus Letzner a. a. O., ausWeidcmann und Kösters Geschichte des Klosters Loccum. Gött.1822. 4. S. 13 und StapHorst Hamburgischer Kirchengeschichte I.,1, 640 bekannt. Aus diesen ergab sich die ungedrnckte Chronik desLoceumcr Abtes Stracke 116001620) als Quelle. Auf unsereBitte hat Hr. Nr. A. Muncke in Loccum die Gefälligkeit gehabt, dieStelle zu übersenden, welche im Anhang Nr. 26 abgedruckt ist.c) bei I >i«lor. II. 213. S. 208 sagt derselbe von der Tunica: Nicllur>i»!>ceiiti Uliristo cko eoelo in sin» matris luiszv s>»rree<».