Druckschrift 
[1] (1844)
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

vornämlich die Reliquien sorgfältig aufzählt, im Lateran die tunicaineoiisutilis Oliristi, wie das Purpurklcid genannt-»).

Für das siebenzchnte Jahrhundert zeugt das angeführte, Ale-xander dem VII. dcdicirte Buch NusponiS, bekanntlich das Haupt-werk über die Kirche des Lateran. Im achtzehnten zählt der Statuckella 8. (Riesa Dateranenso ncll'anno 1723 S. 93 die folgendenim Altane papals aufbewahrten Reliquien her: Wasser und Blutvon Christus am Kreuz, den Purpurmantcl Christi vor Pilatus,den Schwamm, das Leinen, womit Maria ihn am Kreuze verhüllt,clie ^li feeo collc suo mani 1a beata vereine u. f. w.Man sieht, Hr. von Hommer hat sich die Widerlegung etwasgar zu leicht gemacht; die Hrn. Guerin und Marx nehmen dieSache ernster und bringen jeder seinen Grund gegen die Aechtheitdes römischen Nockes vor, der freilich die ihrigen gewaltig inSchatten stellt. Hr. Guerin meint S. 323 nach dem VorgangGaumonts und Celliers, der römische Rock möge wohl nur ebeneine kleine Tnnica gewesen sein, die Christus in seiner Jugend ge-tragen habe. Hatte er wirklich vergessen, daß er S. 48 bis 53mit Händen und Füßen für die Meinung kämpft, daß Christus seinLeben hindurch nur eine einzige, ihm von der Maria in seiner Ju-gend gemachte und mit ihm gewachsene Tnnica getragen? oderglaubte er, daß seine Leser es vergessen hätten und hielt sich dadurchfür berechtigt, auf einmal aus ganz anderm Tone zu singen? Nein,gerade darauf macht nach den !>IsrveiIIe8 et tLntiquites üe Homo1739. S. 51, wo ausdrücklich gesagt wird, daß dies die Tunicasei, die Maria ihm als Kind gemacht und die mit ihm gewachsen,der römische Nock ebenfalls Anspruch. Die bisher angeführtenQuellen zeigen durch den Ausdruck tunica ineonsutilis, daß sie vonnichts anderem, als von dem verloostcn Kleide im Johannes ver-standen sein wollen, und sein Argument schießt vorbei.

Sollte aber in der That die römische Tunica irgendwo alsei ne kleine>») und was Guerin ebenfalls hervorhebt, leinene be-zeichnet sein unsere oben mitgetheilten Quellen sagen dies nichtund in dem Buch des Serranus wird a. a. O. außer der tunicainconsutilis ausdrücklich noch eine M/s,'«/« /Res I). Iii. ckesu

-») 5t. .Attila Kei'rkuü Ue «eptern urlils Itemne ecclesus aU

Xlll. I'. 51. Zuerst 1575. S. 121 der Cölner Ausgabe von Mio.k) tttnicelM hieß in Italien im spätem Latein »ach iMrr-rrl»» (w 10ve5t. Ill, s. eine Tunica mit kurzen Aermel».