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[1] (1844)
Entstehung
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aber auch, daß am Anfang dcs 16. Jahrhunderts dcr ZweiflerMehrere sich fanden, und daß, um ihre Einwürfe ins Klare zu brin-gen und nicht etwa anö reiner Sehnsucht und Andacht, Kaiser Maxi-milian im Jahre 1512 den damaligen Erzbischof zu einer Unter-suchung vcranlaßte ->). Hier, wie bekannt ist, zeigte sich AllcöderWarhcit genieß", eine große Begeisterung entstand und eine nichtganz geringe Zahl von HciligthumSbüchcrn ward geschrieben, denen wireine nähere Kunde über das Ercigniß von 1196 verdanken. DaSvorzüglichste von diesen, die Medulla, erzählt: Nachdem Agriciusden Rock im Dom und zwar im NicolauSaltar niedergelegt, habeer ungefähr 866 Jahr dort gelegen; dann, um 1136, seien unruhigeZeiten in Trier gewesen, bis endlich Johannes Bischof geworden,unter dcr ausdrücklichen Anmahnung des Papstes, das Hciligthumzu Trier in guter Andacht zu halten.Sulchcu besel noch hatdcr obgenant bischoff Johannes die kirch ytzunt den hohen Choer,mit den croefften darunder lassen bauwen, v»d jn beyscin villtrcffenlicher geistlicher und weltlichen stands, prclaton vnd Herren Insarcn vnßcr Herren Eilhundcrt vnd sex vnd nnntzig, vff sant Phi-lippus vnnd Jacobs tag dcr heiligen apostolcn den choer vnd cröfftcrbauwen hatt vnd gcwihcn, da von man jerlichs uff den selben tagdas fest dcr kirchwcyung sn dcr selben kyrchcu halttet vnd hat dosant niclacs altaer vffgethan vnd den heyligcn Nock mit dem obge-nantcn heyltumb herauß genommen, vnd doch etwaö mcrcklichS heyl-tumbö daselbst gelassen"!-). Ebenso berichtet Schcckmann und dasHeiligthumSbuch der Abtei St. Martin, das von dcr Medulla un-abhängig istc).

Dcr Inhalt dieses Berichts stimmt mit den Gesten ganz übcr-ein; dcr Erzbischof hat seinen Bau vollendet, bei dcr feierlichenEinweihung geht er, man sieht deutlich auf bekannten Wegen, denNock aus dem Nikolauöaltar zu holen. Dies Letzte, die Erwähnungdes Nikolausaltars, ist der einzige cigcnthümlichc Zusatz jener Schrif-ten, und muß, da sie von einander unabhängig sind, damalige

») Limpurger Chronik und Trithcm. Prower läßt also mit Unrecht denKaiser sagen, daß anßcr den Schriften eine tw»» ihn über

die Eristenz der Reliquie belehrt habe. S. die Stellen im AnhangNr. 13., so wie die Vorrede.

I.) Bl. 33. k.

<-,) Die Stelleu im Anhang unter Nr. 14.