Druckschrift 
[1] (1844)
Entstehung
Seite
40
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Schwierigkeit in den Weg, die in ihren Folgerungen den ganzenschönen Zusammenhang auseinander zu reißen droht. Die angeb-liche Auffindung ist vom Jahre 1196, Browcr schreibt im Anfangedes 17. Jahrhunderts, über 400 Jahre liegen zwischen beiden, undBrowcr ist der älteste, ist geradezu der einzige Gewährsmann fürseine Erzählung. Wer steht uns dafür, daß er sie nicht ganz undgar erfunden habe? Und in diesem Falle enthielte doch auch diestrengste Gläubigkeit, die bei einer ächten Kirchentradition sich dasleiseste Bedenken verbieten würde, keine Verpflichtung, ausdie Wortedes Pater Browcr zu schwören?

Ungefähr verhält cS sich aber in dieser Weise. So entschiedendie geschichtliche Kritik nicht bloß den Nock, sondern auch die Tra-dition im 11. Jahrhundert läugnet, eben so sicher muß sie die be-kannte Existenz nicht bloß der Tradition, sondern auch des Nockesim 12. behaupten. Waö 1196 geschah, war keine Auffindung undTranslation, sondern nur eine Translation.

Wie Browcr zu diesem Jrrthum gekommen, scheint sich befrie-digend erklären zu lassen. Er kennt das Zcugniß Thiofrids undsieht ganz richtig ein, waö daraus folgt, nämlich, daß man damalszu Trier nichts von der Tunica gewußt habe-»). Da es ihm aberauf der andern Seite feststand, daß sie seit Agröcius da war, soblieb kein Ausweg, als anzunehmen, sie sei an unbekanntem Orteverborgen gewesen, und den in seinen Quellen, d. h. Enen, Schcck-mann u. s. w. von der Translation von 1196 gebrauchten Ausdruckfinden, invemro, von einer eigentlichen Entdeckung einer bis dahinunbekannten Sache zu verstehen. Dies wollten aber scnc mit demAusdruck invenil-e so wenig sagen, daß sie von der Erhebung 1612,wo doch die Tunica bekannt war, denselben Ausdruck fortwährendgebrauchend).

a) I. 317. saeeulo uiicleeimo 'kreviiis iKiwtam 5u!sse tuuieam Okristiinennsutilem.

n) Beweisstellen im Anhang unter Nr. 10. Die Hrn. Wyttenbach undMüller geben I. 303 Not. aus dein 0»d. l'iov. 1216, ohne, höchst auf-fallender Weise, dessen Inhalt und Alter näher zu bezeichnen, folgendeNotiz: ,Vu, 11!)i> occasiane renovationis SUMM! tem>iU Ui /i? estMS» lllieisli iueousutilis, quasi punicei caloiis, arae 8. ditcolai inclusa.1'iimn »>aji n»M>Io snectanda pronmiitur st ad aitare nuvum 8. l>eleiU'ausldi'tui' et I 'eewditur. Damit Niemand hier die Quelle jener Er-zählung suche, bemerken wir, daß diese Handschrift unter dem Titel^.uuaies rreviivuses nur einen von einem I. H. Anethang 1647 vcr-