Schlages, höchst unbefangene Mönche oder sehr gelehrte Jesuitenund Aebte. Die verschiedenen Ncdactioncn unserer Urkunde, welcheich ihnen verdanke, stelle ich im Folgenden übersichtlich zusammen,und füge nur über wenige Punkte, die sonst zweifelhaft oder un-deutlich sein könnten, knrze Erläuterungen hinzu.
1. Nettester Text,mitgetheilt von Brower. Trierische Nnnalen, iv, '2.
Hier geht die Urkunde nur bis zu der Erwähnung des Agri-ciuö, der auch nicht als Antiochener bezeichnet wird. Von der hei-ligen Helena, von ihrer Geburt zu Trier, von allen ihren Reli-quien, also auch vom heiligen Nock, wird nichts gesagt.
Dieser Text könnte möglicher Weise schon im 8. Jahrhundertentstanden sein. Nicht früher, denn erst in dieser Zeit ist die Le-gende von den Schülern des Apostels Petrus, Eucharius, Valeriusund Maternus ausgekommena), die hier als Gründer des BiöthumöTrier erwähnt werden.
Brower sagt, er gebe die Urkunde nach einer sehr alten Hand-schrift. Mascnins>>) bemerkt, die Handschrist sei von verdächtigerGlaubwürdigkeit, er hat aber gar keinen Grund für die Anklage,als daß in seinem Exemplar freilich die h. Helena und die h. Tu-nica erwähnt werden. Wenigstens gesteht er ehrlich genug dabei,daß sein Exemplar erst im 14. Jahrhundert geschrieben sei. Daßin Browerö Exemplar mehr gestanden, daß er es aus irgend einemGrunde weggelassen habe, um es vielleicht später irgendwo einzu-rücken, daran ist gar nicht zu denken. Gleich nachher erörtert erweitläufig die Reliquien und die Heimath der Helena, gicbt zu,daß vor dem 11. Jahrhundert niemand in Trier etwas von demRocke gewußt habe, findet, daß überhaupt niemand seine Ansprüchean Helena beweisen könne. Das Alles wäre unmöglich, wenn erin seiner Urkunde ein Zcugniß darüber gehabt hätte«). Was den
->) S. Nachträge.
ii) I» den Anmerk. zu der citirtcn Stelle Browers.
c) Vgl. auch seine Bemerkungen bei Hontiieim Inst. Ulgl. I. XXXII- omninoIi!«»: UiAUltnteni !l 8. Lnclüli'io ?et>i Uisechulo litt se xllüt.im,
postenque //e/enas et Onst!>»t«> savore, XKi'IIio Ue »ovu, Lvlveslrin»ntilieis »ucteritele, sxncit!«», Alerinntnr nmnes,
oUnutt «itU'n'cu/»' K^Ivestri lienetieinni et v<»>>!» relerexte».
Xceipe griinxtnin nost ^.Iges 'krevir »IiignelZuein tibi Itoma novn le^e clat et veleri.
Als alt erkennt er also nur diesen letzten Theil der Uebcrlieferung an.