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[1] (1844)
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ficht untersuchen a), fällt es gar nicht cin, daß sie dort habe Reli-quien hervorziehen wollen.

Hätte wirklich Helena denn auch diesen Fall wollen wir vor-aussetzen das Kreuz gefunden, hätte sie Reliquien absichtlich ge-sucht, so hat sie damit noch nicht den ungcnähten Nock Christi ge-sunden, und diese Annahme, die Hr. Marx ohne Weiteres für einesehr wahrscheinliche ausgicbt, wird dadurch im höchsten Grade un-wahrscheinlich, daß Niemand, weder cin älterer noch selbst cinspäterer griechischer oder römischer Schriftsteller irgend etwasdavon erwähnt. Und doch war gewiß das Kleid des Herrn eineeben so wichtige Reliquie, als das Krcnzesholz, und die Schriftstel-ler, welche, wie wir gesehn haben, der Helena unhistorische Neli-quienfunde zuschreiben, können unmöglich einen wirklich geschehenenverschwiegen haben. Aber auch hierfür weiß der Scharfsinn des Hrn.Marr Rath. Helena verheimlichte den Besitz des Kleides, wenigePersonen wußten darum und bewahrten das Geheimnis; streng. Sichatten dazu keinen andern Grund, als damit im Jahre 1844 Hr.Marx keine Schwierigkeit finde, den Rock nach Trier zu schaffen.

Wir können es uns nicht verhehlen: der Versuch, die Ent-deckung des Kleides durch Helena glaublich zu machen, ist mißlun-gen; diese Annahme widerspricht so sehr aller beglaubigten Geschichte,sie ist dazu in sich so unmotivirt, daß die Darstellung ihrer Wahr-scheinlichkeit, wie sie Hr. Marx giebt, eben nur dazu dient, ihre Will-kühr und UnWahrscheinlichkeit in recht Helles Licht zu setzen. Aberwenn wir auch sie noch zugeben wollen, so stellt sich sogleich eine neueSchwierigkeit in den Weg. Helena soll den Nock, ans Anhänglich-keit an Trier, dies findet Hr. Marx ebenfalls wahrscheinlich unddurchaus natürlich, durch den Agroecius der Domkirche in Trier, dieeinem großen Theile nach höchst wahrscheinlich ihr Palast gewesen,Übermacht haben.

Aber in dieser Annahme ist jedes Wort entweder historisch falsch,oder wenigstens höchst problematisch. Durch zuverlässige alte Zeug-nisse ist gewiß, daß Helena nicht, wie Hr. Marx noch zweifelhaftannimmt, in Trier geboren war. Daß sie dort gewohnt und Ge-bäude errichtet, dafür giebt es durchaus kein Zeugniß; nur die spä-ten: mittelalterlichen Schriftsteller, cin Berengosuö >-) im zwölften

Xct» 88. acl 18 p. ö6I.

Ii) Ne ciuc. inv. III. 2. LMI. pnlr. iiiax. XII, NNO.