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stattete. Daß ste aber das Kreuz gefunden, daß sie die Kreuzklrchcgebaut, davon weiß der Kirchenvater kein Wort.
Dagegen meldet er mit der größten Bestimmtheit und Ausführ-lichkeit, daß Constantin die als bekannt dargestellte Grabesstätte Christivon der heidnischen Entweihung reinigen und aufräumen ließ, unddaß hiebci die Grabeshöhle entdeckt wurde, daß Constantin und nichtHelena die Kirche bauen ließ, worüber dieser einen Brief an Makariusschreibt und genaue Vorschriften über die Ausführung des Baues giebt.Die Deutlichkeit seiner Worte, die Sicherheit, womit er auf der an-dern Seite Helena als die Bauherrin zu Bethlehem und auf demOclbergc hinstellt, schneidet die elend ersonnene Ausflucht, Helenahabe auch am hl. Grabe gebaut und der Kaiser nur die Kosten her-gegeben, ein für alle mal ab"). Dazu kommt ein zweites, sogleichnäher anzuführendes Zeugniß, und endlich die positive Aussage desCyrillus >-), der zwischen 345 und 359 in dieser nämlichen Grabes-kirche eine Reihe von Katechesen hielt, und darin die Erbauung der-selben ausdrücklich dem Constantin zuschreibt.
Auf diese Weise ergibt sich, daß Helena mit der Grabeskirchcnichts zu schaffen gehabt hat c): wir müssen aber noch einen Schrittweiter gehen, und aus dem Stillschweigen des Eusebius folgern, daßauch das Kreuz damals nicht gefunden worden ist.
Ist es denkbar, daß Eusebius, der 332 vor Constantin am h.Grabe gepredigt, der 335 bei Einweihung der Grabeskirche mehrereReden darin gehalten, der eine Beschreibung der Kirche und ihrerWeihgcschcnkc verfaßt und dem Kaiser gewidmet hatte a), nichts von
») Die später» Historiker, die ihre Helena bereits im Kopfe hatten, fühlenden Uebelstand sehr wohl und helfen sich, wie es gehen will. Sozo-menns schreibt in etwas confnser Weise, gegen Eusebius, beiden ge-meinschaftlich den Bau zu. Theodoret läßt Constantin die Kirche bauen,dessen Brief aber durch Helena überbringen, während bei Eusebius desKaisers Brief und die Reise der Helena streng gesondert sind,d) O oii-r-cn; o?xc>5 c> -rff
ara-v nro-v or-cockour/Ael; XIV. p. 216
ct. p. L0t!, S08, Sil.c) Rnfin ist der älteste, und eigentlich einzige Zeuge dafür; ans ihm hatdie Notiz Sokrates unvorsichtiger Weise beibehalten, obschon er durchSchaden gewitzigt, in seiner Vorrede Rufins Unzuverlässigkeit beklagt.Ebendaher ist sie in die später» lateinischen Schriftsteller gekommen:man sieht, Nufin macht eine ihm wahrscheinliche Muthmaßung zurGeschichte,l!) Vit» Loust»»t. IV, .13, 4ö, 46.