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selbst dem gelehrten Stande fremd, daß ihre Wahl ein Zeichen as-fectirtcr Vornehmheit und pharisäisches Stolzes wurden). AusJosephus wissen wir, daß um diese Zeit die lcvitischcn Musikerdarauf Anspruch erhoben, wie die Priester, eine lange Tunica, eineStola zu tragen, und daß dies als ein Verbrechen gegen das va-terländische NcligionSgcsctz erschien d); auch hiernach kann nur diekurze Tunica allgemeine Sitte gewesen sein.
Der Trierer Rock ist nach Masenius 5 Fuß 1V-- Zoll, nachCordel 5 Fuß lang«), er muß daher auch bei einer großen Staturbis aus die Füße gefallen sein. Folglich ist klar, daß er nicht dergewöhnlichen Tunica, sondern der langen oder der ober», der Stola,dem Mc'll entsprechen würde.
Christus aber kann nach der evangelischen Erzählung nur einegewöhnliche kurze Tunica und nicht auch eine obere getragen haben.Er selbst untersagt Marc. 6,9 seinen Jüngern, zwei Tuniken an-zuziehen, welches Verbot undenkbar ist, falls er selber zwei solchetrug, und eben so wenig konnte er den Schriftgelchrtcn das Tragenlanger Tuniken oder Stolen zum Vorwurf machen, wenn er selbstmit einer solchen bekleidet warä). Es ist daher zu nrtheilen,daß der Trierer Rock zu lang sei, um für das ächte unge-nähte Kleid Christi gelten zu können.
Die Farbe des Trierer Nockes ist bekanntlich schwer zu bcschrei-
») Aermel gehören der Tunica nicht ursprünglich an, sondern erscheinenallmählich und parallel gehend mit der Verlängerung nach unten, an-fangs bei Frauen und Weichlingen und erst sehr spät allgemeiner. Dochgiebt es über diesen Punkt für das hebräische Alterthum zu wenigNachrichten, als daß wir auf ihn im Text hätten Rücksicht nehmenkönnen.
U) llos. VMt, XX, s, ü: or«n7pic>^.
c) Marr S. l4l.
U) Wir sind über diesen Punkt, daß Christi Kleidung mir aus einem Un-terkleid und einem Mantel bestanden haben könne, mit Hrn. MarxS. 9 einig; Hr. Guerin hat S. 24 die unzulässige Annahme einerdoppelten Tunica. Cyrill von Jerusalem sagt Kat. xiv. S. 195louttee ebenso: Ae
Da er in Palästina lebte, wo sich die Kleidung unterdeß gewiß nichtgeändert hatte, so hat diese unbefangene Vorstellung beinahe den Wertheines Beweises. Weniger Gewicht ist auf die gleichlautenden Aussagenanderer Kirchenväter zu legen z. B. des Lactantius IV, lg, 8. Beieinigen finden sich sogar ganz verkehrte, aus der Borstellung, daß dasKleid der Herrn einen unschätzbaren Werth gehabt haben müsse, her-vorgegangene Beschreibungen, wie bei Nonnus.