und mit Acrmcln versehene Art durch den besondern Ausdruck Kctonetpassim«) sctwa: Knöchelkleid) unterschieden wird; diese erscheint alsvornehme Kleidung in der Geschichte Josephs, wo sie den Neid derBrüder erregt, und als Gewand der Prinzessinnend).
Darüber ward von vornehmen Personen und in späteren üp-pigeren Zeiten eine zweite Tunica getragen, welche hebräisch denNamen Meli hat. Diese war lang, siel, wie die Stola römischerFrauen, bis aus die Füße hinab, was sich auch daraus ergicbt, daßdas Wort mit dem ebengenanntcn Ketonct passim identificirt Wirde).So ost es bei den Hebräern erwähnt wird, erscheint es nur als Klei-dung der Vornehmsten.
Dasselbe Verhältniß findet sich auch im heutigen Orient s), undwir sind berechtigt, daraus zuschließen, daß es sich in der Zwischen-zeit nicht geändert habe und also auch für Christus Zeitalter geltenmüsse. Dafür sind ohnehin bestimmte Zeugnisse vorhanden. BeiMarcus 12, 33 und Lucas 2», 46 macht Christus cS den Schrift-gelehrten zum Vorwurf, daß sie in Stolen, in langen Tuniken, ein-hergingcn; diese Tracht war also nicht gewöhnlich, sondern so sehr
») Denn nur so kann das Wort nach der Etymologie und mit der Mehr-zahl der alten Uebcrsetzer verstanden werden.
I>) l Mos. 37, 3. 2 Sam. 13, l8. Jos. Arch. VII, 8, 1.c) 2 Sam. 13, 18. Ueber diesen wesentlichen Punkt, daß die Kuttonctkurz, das Merl lang gewesen, s. Gesenius Thes. S. 724. 811.Winer Realwb. II. 781. Hartmann Hebräerin III. 192—197 312.Wir halten diese Anführungen nicht für überflüssig, da sie zeigen, daßunsere Behauptung nicht zum Behuf der Polemik hingestellt, sonderndaß sie die gesicherte Annahme der besten Autoritäten ist. Ebenso sagtder katholische Archäolog Jahn 11,79: „das Unterkleid scheint bei denalten Hebräern wenigstens den Männern nicht viel unter das Kniegereicht zu haben; zur Zeit Joseph: aber reichte das Unterkleid derPriester und ohne Zweifel auch der übrigen vornehmen Hebräerbis an die Knöchel; bei gemeinen Leuten mag es auch noch in diesenZeiten eben so kurz als jetzt noch bei den gemeineren Arabern geblie-ben sein." Ein Einwand könnte davon hergenommen »verde», daßnach der Angabe neuerer Gelehrten das Me>l des Hohenpriesters nnrbis, zum Knie gereift habe. Aber diese Annahme, die sich ohnehinnur ans einen nichtigen Grund stützt, steht sowohl mit dem aus 2 Sam.13, 18 sichern Sprachgebrauch, als auch mit allen alten Zeugnisseni'- , Widerspruch. Das Buch der Weisheit 18, 24 und Philo Ii, 152.1>,s 225. 226. »lanA. sagen, daß es bis auf die Füße ging, und ihreallegorische Deutung des Gewandes, daß es nämlich die Welt bezeichne,beruht darauf. Eben so nennen es Joscphus Arch. Iii, 7, 4 undHieronymus ns ir-Miol. II, 579 Hl»rt. und w>»ris und
Maimonides hat noch dieselbe Vorstellung.
<i) Burckhardt Beduinen S. 37 d. d. Uebsg.
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