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Diese Geschichte gründet sich auf die besten Quellen muslimischerÜberlieferung-), sie ist als historisch sicher zu betrachten und wirdschwerlich von einem Sachkundigen in Zweifel gezogen werden, washier freilich nicht näher erörtert werden kann. Jedenfalls ist dies eineReliquie, die sich auf vernünftige und wahrscheinliche Art über ihrenUrsprung ausweisen kann.
Die an sich werthlose Burda des Propheten — denn das ist derName jenes schwarzen, aus Kameelhaar gewebten und gestreiften grobenMantels — ward als Reichskleinod von Muavia auf seine Nachfolgervererbt und ging mit dem Sturz der Umayyaden auf°die Abbasidenüber. Sie bildete mit einigen andern Reliquien Muhammeds ein beigroßen Festen und Prozessionen von den Khalifen getragenes Jnsigneihrer Würde und ein Palladium des Reichs. Wir finden sie einzeln inder Geschichte bei feierlichen Gelegenheiten erwähnt "') und würden sienoch öfter nachweisen können, wären die ausführlicheren Geschichts-werke der Araber gedruckt oder zugänglich.
Nachdem die spätere Tradition Muhammeds Person mit Wunder-kraft ausgestattet, war es natürlich, daß diese Kraft auch seinem Kleideverliehen wurde. Das Wasser, in welches es getaucht war, heilteKrankheiten , ganz wie es bei den Cölner Karthäusern niit demSaum des ungenähten Rockes geschah. Ein paar solcher Wunder ken-nen wir genauer: die Heilung eines Lahmen und eines Blinden.Muhammed Albustri, von einer Paralyste ergriffen, die ihm den Ge-brauch der einen Hälfte seines Körpers raubte, verfaßte zu Ehren desPropheten ein Lobgedicht, um ihn durch Reeitirung desselben zu einerFürbitte bei Gott zu veranlassen. Im Schlaf der nächsten Nacht sah erden Gesandten Gottes mit seiner Hand die kranke Seite berühren undseinen Mantel auf ihn werfen, und fand sich beim Erwachen geheilt.Das Gedicht erhielt davon den Namen Burda und wird so heilig ge-halten, daß noch jetzt die meisten gebildeten Muslimen es auswendigwissen und nicht anders als in der ehrfurchtvollsten Stellung hersagen
,1) Namentlich auf das Kitab alaghani. Hier ist sie nach den Prolegomencn derdrei Ausgaben des Gedichtes vonLette, Leid. 1748, von Freytag, Bonn18W und von Ahmed ben Muhammed Alschirv ani, Caleutta l?ZI (1810)erzählt. Vgl. Abulfeda, Ann. I, 170.b) Abulf. Ann. III, 160. 170.o) Dahabi bei Gagnier, chlbulk. Vit. »lob. p. 1ZZ.