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„seines ungenähten Rockes und von den Kleidern der h. Ma-„ria und fünf Behältnisse voll Reliquien anderer Heiligen." Eswird hinsichtlich ihrer Herkunft unter den Reliquien nicht unterschie-den, und jenerTheil des ungenähten Rockes kann daher ebensowohl vondem Papst, als von Karl dem Kahlen") an Alfted geschenkt sein.Die Hrn. Follet S. 37 und Guerin S. 144 ff. sind natürlich für dieletztere Annahme, um den lästigen Rivalen des Argcnteuiler Nockesfür ein von demselben abgeschnittenes Stück erklären zu können. AberAlfted kam 871 zur Regierung, Karl starb 877, und in diesem Zeit-räume muß die Schenkung wohl nach dem Sinne der Urkunde Stattgefunden haben, wenigstens kann sie es nicht vor 855, dem Zeitpunktder Vermählung Ethelwulfs. Dagegen war das Kloster zu Argenteuilbereits 845 von den Normannen in einen Schutthaufen verwandeltund der angebliche Rock völlig verschwunden oder nach den beiden fran-zösischen Schriftstellern eingemauert, jedenfalls nicht im Besitze Karls.Dies hat Hr. Guerin gesehen und sein historisches Gewissen oder seineIgnoranz fürchtet sich nicht, ganz willkührlich S. 145 die Schenkungum das Jahr 840 zu setzen, während Alfred gar erst 849 gebo-ren ist. Erinnern wir uns ferner, daß die Schenkung des Nockesdurch Irene an Karl den Großen und durch diesen an die Abtei Argen-teuil ein schöner, aber vor der Kritik schnell entschwundener Traumist, so ergiebt sich in jedem Fall, mag die Schenkung durch Karl,Martin oder Leo geschehen sein, der Rock von Westminster als einganz eigner, für sich bestehender, der mit keinem andern in Verbin-dung zu bringen ist.
Im folgenden Jahrhundert lernen wir einen neuen ungenähtenRock kennen ans folgender Anmerkung Günthers zu seiner RheinischenUrkundensammlung ^): „Schon in einer Urkunde vom Jahr 1114„geschieht des heiligen Rockes des Heilandes als einer Reliquie Er-„wähnung. Ein päpstlicher nach Deutschland geschickter Legat, der„Cardinal Richard, war in jenem Jahrenach Mainz gekommen und„im dortigen Kloster auf St. Jaeobsberg freundschaftlich aufgenom-„men worden. Zur Dankbarkeit schenkte er demselben mehrere Re-
z) denn der Znsatz eujus tiliam etc. zeigt, daß dieser mit dem Namen Karl-mann gemeint ist.b) Los, rksn, wosell, V, 181 not.
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