Druckschrift 
[1] (1844)
Entstehung
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sogar einen Blick in die Karten thun, indem er fortfährt!WederFallet noch Guerin scheinen im mindesten gefühlt zu haben, welcheSchmach sie ihrer eigenen Kirche anthun, wenn sie ihr Kleid oderwas von demselben noch übrig ist, für die tuniea ineonsutilis aus-geben, da ihre Vorfahren dasselbe durch Abschneiden so vieler Stück-chen so entstellt haben, daß kaum mehr die Gestalt eines Kleides über-haupt zu erkennen war." Horte denn etwa durch das Abschneidendas Kleid auf acht zu sein, wenn es dies je war? Freilich, wenn esnicht die historischen Gründe find, sondern die Ehre und Schmach dieseroder jener Kirche, welche über die Frage entscheiden, dann darf mansich überhaupt nicht wundern, solche Schleichwege der Beweisführungzu finden, wie in dieser Schrift aufgedeckt werden.

Das zweite Argument, daß auch Hr. v. Hommer S. 11 vorträgt,war im vorigen schon angedeutet.Robert de Monte, sagt MarrS. -46, nennt das Kleid oapa und so nennen es auch die folgendenChronisten. Unter eapa aber wird in dem mittelalterlichen Lateindurchaus nur ein Oberklcid, ein Mantel verstanden. Eine MengeBeweisstellen finden sich bei Ducange."

Hr. Marr dachte wohl nicht, daß die Kritik ihn eontroliren würde.Er hat vergessen anzugeben, daß er in seinem Ducange fand: eapa seiauch eine Art längerer und bis auf die Füße reichender Tunica, dieman, wie ein Oberkleid, über die andern Kleider anzog"). Es wirdalso geradezu von einem solchen Kleide gebraucht, wie der Trierer Nockist, einer obern Tünica, einer Stola, einem hebräischen Mei'l. Daß derAusdruck bei Robert de Monte nur in diesem Sinne genommen seinkann, zeigt der Zusatz ineonsutilis, der nur von dem verloosten KleidChristi verstanden sein will, und daß jener Schriftsteller aus der evan-gelischen Geschichte gewußt hat, dies Kleid sei eine Tuniea gewesen,wird ihm Niemand absprechen. Ein fernerer Beweis dafür ist, daß diespätern Chronisten, die ihn abschreiben, die im Anhang N. 22 ausge-zogenen Matthäus Paris und Matthäus von Westminster ihn ebenfallsnicht anders verstanden haben und ohne weiteres tuniea dafür setzen.Diesen Umstand verschweigt Hr. Marr zwar, er druckt S. 77 bloß denNicolaus Trivethus ab, der das Wort eaxa hat, dagegen die andern,

a) Lapa eliam eunieas laxioris et talaris Speeles knit, guae eoeteris vesli-bus snpernilsebntue pallii instar.