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[1] (1844)
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hcimniß streng. Sie hatten dazu keinen andern Grund , als damit imJahre 184-1 Herr Marr keine Schwierigkeit finde, den Nock nach Trierzu schaffen.

Wir können es uns nicht verhehlen: der Versuch, die Entdeckungdes Kleides durch Helena glaublich zumachen, ist mißlungen; dieseAnnahme widerspricht so sehr aller beglaubigten Geschichte, sie ist dazuin sich so unmotivirt, daß die Darstellung ihrer Wahrscheinlichkeit, wiesie Herr Marr giebt, eben nur dazu dient, ihre Willkühr und UnWahr-scheinlichkeit in recht Helles Licht zu setzen. Aber wenn wir auch sienoch zugeben wollen, so stellt sich sogleich eine neue Schwierigkeit inden Weg. Helena soll den Rock, aus Anhänglichkeit an Trier, diesfindet Herr Marr ebenfalls wahrscheinlich und durchaus natürlich, durchden Agroecius der Domkirche in Trier, die einem großen Theile nachhöchst wahrscheinlich ihr Palast gewesen, Übermacht haben.

Aber in dieser Annahme ist jedes Wort entweder historisch falsch,oder wenigstens höchst problematisch. Es ist gewiß, daß Helena nicht,wie Herr Marr noch zweifelhaft annimmt, in Trier geboren war, wederpaßt diese Annahme in die beglaubigte Geschichte, noch wird sie vonirgend einem altern Gewährsmanns überliefert; nur verschiedene mit-telalterliche Legenden ') haben sie, und der älteste bekannte Zeuge fürdiese leicht erklärliche Fabel Almannus, Benedictiner zu Hautvillers,hat sein Leben der Helena'') untcrHinemar von Rheims, also gegen 880und volle fünf Jahrhundertc später geschrieben. Daß sie dort gewohntund Gebäude errichtet, dafür giebt es durchaus kein Zeugniß; nur diespätern mittelalterlichen Schriftsteller, ein Berengosus °) im zwölftenJahrhundert und ähnliche, sprechen davon und diese Angaben gehörenganz dem Sagenkreise an, der aus mißverstandenem Patriotismusüberall in den Nhcinlanden zu Cöln, Fanten''), Bonn, Sinzig,Coblenz u. s. w. den Kirchenbau auf sie zurückführt. Die Behauptung,die Domkirche sei ursprünglich wahrscheinlich Helenas Palast gewesen,jetzt nach den Untersuchungen der neucrn Zeit und den Feststellungen

s) Daselbst S. 578. ff.

I>) Abgedruckt daselbst S. 58». ff.

e) <ls eeuc. inv. III. 2. Nllil. pale. wax. XII,».

<I) Cölncr Chronik Bl. Ixxls. So macht auch das kleine Dorf Birgel, Unkelgegenüber, auf eine von Helena erbaute Kirche Anspruch. Die Angabe, daßHelena 7Z Kirchen erbaut habe, hat auch Enen Bl. Z» a.