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[1] (1844)
Entstehung
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Beispielen steht; man zeigte erst Localitäten auf, ehe man wirkliche Re-liquien vorzubringen wagte; welches die nächste gewesen sein wird, aufdie man verfallen mußte, wenn man einmal so weit gekommen war, istleicht zu crrathen. War es schwerer, das Kreuz zu finden, als denStein, den die Bauleute verworfen haben?

Constantin starb 337; zwischen diesem Jahr und 333 kann dieAuffindung geschehen sein, und das Zeugniß des Cyrillus vollkommenin Kraft bleiben. Cyrillus Ausdruck, daß die Splitter des Kreuzesschon durch die ganze Welt verbreitet seien, erfordert ebenfalls einenmöglichst geringen Zeitraum; denn im Grunde konnte das ohne Wun-der in sehr kurzer Zeit geschehen sein. Eine andere noch nicht zurSprache gekommene Notiz hat der armenische Chronist Samuel vonAni im zwölften Jahrhundert. Er setzt die Auffindung in das Jahr34-4, und es ist schwer zu denken, daß er der ihm nothwendig bekann-ten Sage von der Helena so direct widersprochen hätte, ohne in seinenzum Theil alten Quellen dazu eine Berechtigung gefunden zu haben.

Das Kreuz war auf irgend eine Art zum Vorschein gekommen,seine Verehrung hatte sich mit seinen Partikeln schnell und weit ver-breitet; die Wichtigkeit des Gegenstandes machte die Auffindung zueinem Ereigniß, an welches sich die Sage allmählig in einem Maße undmit einem Anspruch auf Canonicität anschloß, daß das GelafianischeDekret sie ausdrücklich als apokryph zu verdammen nöthig hatte. Ohneeine Person, an die sie sich lehnt, fehlt aber der Sage aller Halt, allespoetische Leben; an Niemand schloß sie sich besser an als an die heiligeHelena, von der wir durch Zeitgenossen wenig, durch Spätere viel wis-sen"). Es bleibt nur zu verwundern, daß sie erst nach der langen Zeitvon fünfzig bis stebenzig Jahren nach dem wirklichen Ereigniß in schrift-lichen Denkmalen erscheint.

Hiermit ist aller historischer Anhalt, den die angebliche Traditionhaben soll, gefallen. Helena hat das Kreuz nicht gefunden; die Worte:,,durch die Auffindung des Kreuzes und die große Freude, welche die,,Kaiserin darüber an den Tag gelegt hatte, war die Aufmerksamkeit,,aller, besonders der palästinensischen Christen auf Helena und ihre,,große Werthschätzung der hh. Reliquien gezogen" sind bei Hn. MarrS. 17. zu streichen. Aber noch weniger hat sie sich, wie wir oben ihn

s) Man vergleiche im Anhang die Note 4.