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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
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führt. Diese Demuth empfiehlt Augustinallenthalben mit einer gottseligen Einfalt,und mit grossem Ernst. Man thnt ihmUnrecht, wenn man ihn als einen streitsüch-tigen Schriftsteller darstellt. Die himmli-sche Gottseligkeit war seine Hauptsache, unddiese führte ihn bestandig auf demüthigeGesinnungen.Ich bin, schreibt er anHieronymus, in vielen Dingen unwissend,in mehrern als ich erzählen kann."

Wenige Schriftsteller sind ihm gleich ge-kommen in der Beschreibung des innerlichenKampfs zwischen Fleisch und Geist , dergeheimnißvoll, aber gewiß ist, den die Phi-losophen aus Unwissenheit mit dem Kampfezwischen Vernunft und Leidenschaft verwech-seln , und den die Gottvergessenen alsSchwärmerei) verachten. Er beschreibt ihnauf eine Weise, die Niemand verstehen kann,der ihn nicht erfahren hat, und die pclagi-anischcn Ansprüche auf Vollkommenheit zwin-gen ihn, mehr zn sagen, als nöthig wäre,um zn beweisen, daß die demüthigsten undheiligsten Christen ihr ganzes Leben hindurchwohl iune werden, daß in ihnen nichts Gu-tes wohnt.

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