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gerathcn, wo einige fromme Leute, Armeim Geiste, denen das Reich der Himmel ge-hbrr, bey einander wohnten, und da einManuskript gefunden, worin das Leben desAntonius beschrieben war. Sie lasen, undje mehr sie lasen, desto mehr riß es sie hin.Wahrend dem Lesen faßte Einer von diesenBeyden den Entschluß, den Kriegsdienst auf-zugeben und diese Lebensart zn wählen, undsagte zu seinem Freunde voll Unmnth: „Lieber,sage mir, wohin suchen wir mit all' unsrerMuhe und Arbeit zu gelangen? Was wol-len wir? Warum kriegen wir? Erstrecktsich unsere Hoffnung weiter, als Freundedes Kaisers zu werden? Und sind wir's,wie unsicher, wie gefahrlich ist unser Glück?Durch wie viel Gefahren erringen wir nochweit größere Gefahren! Und wie langewähret es? — Nein, Gottes Freund kannich senn, wenn ich will, und ich will's!"Unruhig in diesen Gcburtsschmcrzcn desneuen Lebens durchblätterte er das Buch,sein ganzes Wesen veränderte sich, seineSeele zog die Welt aus. Knirschend vorUnmuth über sein bisheriges thbrichtcs Le-ben beschloß er ein besseres. Er fuhr fort,schon ganz Dein, v Herr! zu seinem Freun-de zu sagen: „Ich bin losgerissen! ich bin
fest