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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
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ßige Zeit heilte mich; sie führte mir neueGestalten und Ideen zu, und da ich zumeinen Vergnügungen zurückkehrte, so wur-de der Schmerz verdrangt. Der Umgangmit meinen Freunden richtete mich auf,mit ihnen liebte ich, was ich an Deinerstatt liebte; ach was war es? eine langeFabel, eine fortgesetzte Lüge, an welcherunser verderbtes Gcmüth seinen Kitzel undsein Behagen fand! Gespräche, fröhlichesLächeln, gegenseitige Dienste, gemeinschaft-liches Lesen angenehmer Bücher, fröhlicheSpiele, Höflichkecken, bisweilen ein Zwistohne Haß (wie wer Streit des Menschenmit sich selbst), ^der nur unsre Eintrachtwürzte; einander belehren, um von einan-der zu lernen; nach den Abwesenden mitUnmuth sich sehnen, und die Zurückkehren-den mit Wonne empfangen dieß und sovieles andere, was durch Zunge, Augenund tausend liebliche Wege von Herz zu Her,zen gieng, war es, wodurch unsre Freund-schaft Nahrung empfieng, und wir alle inEins zusammenschmolzen.

Dieß ist die menschliche Liebe, wo sichdas Gewissen schuldig findet, wenn es nichtLiebe mit Gegenliebe vergilt. Daher dieD Trau-