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Ich lernte damals einen klugen und ge-schickten Arzt kennen, der auch Proconsul warund mir im Theater mit eigner Hand dieSiegeskrone aufgesetzt hatte, auf einenkranken Kopf, aber nicht als Arzt. Auchdurch ihn suchtest Du, o Gott, meine See-le zu heilen. Da ich nämlich bekannter mitihm wurde, und immer gern um ihn war(denn er war zwar nicht beredt, aber geist-voll und munter), so merkte er endlich auSmeinen Gesprächen, daß ich mich damit ab-gebe, aus den Geburtssternen das künftigeSchicksal vorherzusagcn, und ermahnte michmit väterlicher Güte, diese Thorheiten fah-ren zu lassen, und die für nützliche Sachenndthige Sorge und Mühe nicht auf diesenkeeren Dunst zu verwenden. Er selbst, er-zählte er, habe in frühern Jahren seinenUnterhalt mit dieser falschen Wissenschaft su-chen wollen, und aus keiner andern Ursachediesen Vorsatz aufgegeben, und sich der Arz-neykunst gewiedmet, als weil er jene Wis-senschaft völlig grundlos erfunden, und alsein ehrlicher Mann, nicht mit Betrügereyensein Brod habe verdienen wollen. „ Duaber," sprach er zu mir, „hast auf dieRedekunst studiert, und treibst jene trügeri-sche Wissenschaft nicht aus Noch, sondern
aus