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Die Bekenntnisse des heiligen Augustins : mit e. Anh. seiner fernern Lebensgeschichte
Entstehung
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Während ich mich nun in dieser Zeit beymeinen Aeltern aufhielt, und vollige Müssevon allem Studieren hatte, da wuchsen dieDornen meiner Lüste über mein Haupt empor,und keine Hand war da sie auszurotten. Ja,als mich mein Vater sah, daß ich demKnabenalter entwachsen, und zum Jünglings-alter gelangt wäre, erzählte er es meinerMutter mit einer Wonne, als trüge er schonEnkel auf seinem Arm, und berauscht freu-dig, wie die Welt es immer ist, wann sieihres Schöpfers vergißt. Aber im Herzenmeiner Mutter hattest Du, o Herr, Dirschon einen Tempel, und den Anfang DeinerWohnung errichtet; sie war bereits seit kurzerZeit eine Christinn, wahrend mein Vatererst noch den Unterricht in der Religion ge-noß. Ihr schauderte vor den verkehrtenWegen, auf welche ich gerathen könnte,wenn ich gleich noch nicht glaubig war.Schwiegest Du zu diesem, o Gott? Nein!Du schwiegst nicht! denn wessen Worte, alsDeine, waren die Ermahnungen meinerfrommen Mutter? Aber sie drangen nichtin mein Herz! Mit der angstlichsten Sorg-falt warnte sie wich vor Ausschweifungen,und hauptsachlich vor Verletzung der eheliche»Treue anderer; ich aber hielt dieß für weib-,

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