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1 (1827)
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16
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16 Predigt am dritten Advent-Sonntage.

Zeugniß. Darum will der Herr Christus mit diesen Worten dasJüdische Volk vermahnen, daß sie sich veste binden sollten an denMund Johannis. Denn wenn sie fragten: Ist Meßias kommen?so anwortet Johannes: Ja, er ist kommen; ihr sollt ihn haben,ihr werdet ihn bald sehen auftreten und predigen, er ist schonda. Da nun die Jüden solches gehöret haben, hatten sie sollensagen: Wolan, wir wollen sehen, wer er seyn werde. Und so siedas gethan hatten, hatten sie den Meßiam gewiß getroffen undsein nicht fehlen können. Denn Christus trat auf, und sing anund predigte das Evangelium vom Reich, und that grosse Wun-derzeichen; und Johannes hatte zuvor von Christo gezeuget. Weilaber die Jüden nicht haben wollen glauben, ist die Schuld nie-mands, denn ihrer selbst, daß sie des Messia gefehlt haben; siesind genug gewarnet. Johannes bat bezeuget und gesaget: Er istmitten unter euch getreten; er gehet, stehet und wandelt untereuch, wie ein anderer Mensch; er tritt auf und prediget, wie ichvor ihm aufgetretten bin und geprediget habe. Ich habe meinAmt nun ausgerichtet, und weise euch nun zu dem, der nach mirkommt, der nach mir austritt und prediget; ich bin der Vorgan-ger, der den Weg bereitet, er ist der Herr. Solchem ZeugnißJohannis hatten die Jüden sollen glauben und Christo den Wegbereiten, Thür und alles aufthun und ihm Raum geben. Abersie liessen Johannem zeugen, liessen den Herrn selbst auftreten,predigen und Wunderzeichen thun, und verachteten alles, ja schlu-gen den Herrn noch dazu todt. Etliche, die sich an ihn hingen,sind selig worden; die andern, so ihn verachtet und verfolget ha-ben, sind verdammet, und nicht allein verdammet, sondern auchzustoben und zuflohen, und die Heyden sind an der Jüden stattkommen. Weil wir Heyden nun an der Jüden statt kommensind, so zeuget und prediget Johannes auch unter uns, wie er zu-vor unter den Jüden gezeuget und geprediget hat. Denn wir habenJohannis des TaufersWortund Geist; und wir Pfarrer und Predi-ger sind zu unserer Zeit das, das Johannes der Taufer zu seinerZeit gewesen ist. Wir lassen Johannis des Taufers Finger zei-gen und seine Stimme klingen.- Siehe, das ist Gottes Lamm,das der Welt Sünde tragt; wir führen Johannis des TaufersPredigt, weisen auf Christum und sagen: Das ist der rechte, ei-nige Heiland, den sollt ihr anbeten, an den hanget euch. SolchePredigt muß bleiben bis an den Jüngsten Tag; ob sie wol anallen Orten nicht allezeit und zugleich bleibet, dennoch muß siebleiben, daß es also eben dieselbige Predigt und eben derselbige