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Tragödien.
Maria (wie aus einem Trauma aufgcschicckt).
Maria! Und du bist auch der William Ratcliff? (Hält sich die Augen zu.)O, das ist gar zu traurig! (Schaudernd.)
Fort! geh fort!
Nntrliff (springt aus und umschlingt sie).
Ich weiche nicht! Ich Hab' dich lieb, Maria,
Und du hast William lieb — (Vertraulich.)
Im Traum hast du'sMir oft gesagt. Weißt du, wir sehn uns ähnlich?
Schau in den Spiegel.
(Er führt sie au einen Spiegel und zeigt ihr Heide Spiegelbilder.)
Deine Züge sindstwar schöner, edler, reiner, als die mein'gen;
Doch sind sie ihnen ähnlich. Diese LippenUmzuckt derselbe Stolz, derselbe Trotz.
Hier sitzt der Leichtsinn ebenso wie dort.
Sprich mal ein Wörtchen.
Mar in (sich sträubend). Laß mich! laß mich!
Natcliff. Hörst du?
Die Stimm' klingt wie die mein'ge, nur weit sanfter.
Das tiefe Blau des Auges ist dasselbe;
Nur glänzender bei dir. Gieb her die Hand.
(Nimmt ihre Hand und vergleicht sie mit der scinigen.)
Siehst du dieselben Linien? (Erschrickt.)
Sieh mal her,
Die Lcbcnslinie ist so kurz wie hier —
Marin. O laß mich, William, und entflieh! entflieh! —
Nur schnell, sie kommen gleich —
Nnttliff. Ja, du hast recht,
Wir wollen fliehn. Komm, folge mir, mein Lieb.
Komm, folge mir. Gesattelt steht mein Roß,
Das schnellste in ganz Schottland. (Zieht sein Schwert hervor.)
Hier mein SchwertBahnt uns den Weg. Sieh mal, wic's funkelt! Horch!Margarethe (wahnsinnig singend).
„Was ist von Blut dein Schwert so rot,
Edward? Edward?
Ich habe geschlagen mein Liebchen tot —
Mein Liebchen war so schön, oUNateliff. Wer sprach das blut'ge Wort? War's dort die Eule,Die sich ans Fenster klammert? War's der Wind,
Der im Kamin Pfeift? War's die bleiche Hexe,
Die in der Ecke kauert? Ja, die war es;
Ihr Leib ist marmorstarr, doch aus der Brust