14 Tragödie».
Um würgend dich mit Inbrunst zu umarmen,
Im Liebesknß dein Herzblut auszusaugen.
Almnusor. Wirf hemmend dich in eines Mühlrads Speichen,Dräng mit der Brust zurück des Stromes Flut,
Halt mit den Armen auf des Bergqnells Sturz, —
Doch halte mich nicht ab von Mys Schloß.
Dort zieht's mich hin mit tausend Demantfäden,
Die sich verwebt in meines Hirnes Adern,
Und in den Fasern meines Herzens — Hassan,
Schlaf wohl! mein altes Schwert ist mein Begleiter.Hassan. Und deine Leuchte sei dein alter Glaube.
Nlys Schloß. Erleuchtetes Kabinett mit einer großen Mittelthüre.Man hört Tanzmusik.
Don Enrique liegt zu Znleimas Füßen.
Don Enrique lMhetifch). Ein Zaüberduft betäubet meine Sinne,Und schauernd weiß ich nicht, was ich beginne!
Anbetend sink' ich hin zu deinen Füßen,
Um dich als heil'ge Jungfrau zu begrüßen!
Du bist des Himmels Strahlenköniginne,
Der ich nicht nahen darf mit ird'scher Minne!
Und wenn auch Hymens Bande uns umschließen —
Ich lieg' als Knecht dir immerdar zu Füßen!
Die Musik hat aufgehört. Dou Diego ist während dieser Apostrophe herein-geschlicheu und hat beide Flügel der Mittelthüre geöffnet. Mau sieht einenprächtigen, menschenvollen Ballsaal. Die tanzenden Paare bleiben stehen undschauen freudig nach Don Enrique und Zuleima. Einige Stimmen rnfen:
Heil! Heil! Heil! nnserm schönen Brautpaar!
(TromPetentusch. Do» Enrique steht auf. Do» Diego schleicht sich wieder fort.Die Mittelthüre bleibt offen stehen.)
Zuleima lernst). Führt mich zum Saal.
Don Enrique lreicht ihr den Arm; verwirrt). Senora, mein Bedienter,
Der Schalk, hat dies gethan.
Zuleima. Gut, Senor, gut.
Aly und ein Ritter treten in der Thür den Vorigen entgegen.All) (faßt Don Enrique beim Arm).
Nein, liebe Clara, laß mir deinen Brttut'gam;
Hier Don Rodrigo führet dich zum Saal.lZnleima, vom Ritter gcsührt, geht ob. Die Mittelthüre schliefst sich.)Don Enrique. Ich wnndre mich —
Aly lernst). Erinnert Ihr Euch nicht,
Daß ich noch ein Geheimnis für Euch habe,
Das ich versprach, noch vor dem HochzeitstagEuch mitzuteilen, Senor?