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Won der Einsetzung des Osterlamms w.
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umgurte ich meine Lenden, das ist, halte den Leib in Zucht undZwange, damit ich selbst nicht in Sünden gerathe, auch andernmit bösem Leben kein Aergerniß vorstelle. 1. Cor. 9, 27.
Zum zwanzigsten: und eure Schuhe an euren Füssen haben.Gott giebt einem jeglichen sein bescheiden Theil, diesem Weibeden Mann und wiederum dem Manne auch jenes Weib, unddaß einer also, der andere sonst liebet, thut und gebehrdet unterden Leuten. Darum können und sollen sie nicht alle auf einerleyWeise einhergehen. Solches bedeutet das Schuhanhaben. Dennwer da Schuhe anziehet, der bereitet sich zu gehen, und ist dahingerichtet, daß er wandern will.
Zum ein und zwanzigsten: Und sollet Stabe in euren Hän-den haben. Der Stab dienet darzu, daß er dem Menschen hilftim Gehen, und er sich darauf lehnen könne, wenn er müdewird, item, daß er sich darauf verlassen kann und einen Muthfassen. Solcher Stab ist nun auch das liebe Evangelium, Ps.23, 4. Wenn wir in dieser Welt leben und Anstösse haben, undmüde gemacht werden, da soll immer bey uns aus dem Evange-lio Trost, Stärcke, Vermahnung und Reitzung seyn. Die Pre-digt des Evangelii soll immerdar lehren, vermahnen und trösten,reihen, treiben und locken, daß man fortfahre und nicht faul oderlaß werde. Darum so ist Vonnöthen, daß man für und für mitdem Worte anhalte und den alten faulen Madensack aufwecke,daß er nicht schlaferig und faul werde. Solches Heisset, den Stabin Händen und Schuhe an den Füssen haben, das ist, lehren undvermahnen aus Gottes Wort.
Zum zwey und zwanzigsten: Und sollet essen, als die hin-weg eilen. Sie sollen es nicht also eilends essen und behende käuenund schnattern, wie die Ganse den Hafer essen, sondern sie sollenes eilends essen, als die da gerne davon waren, daß dies eilendsessen mehr das Hertz betrifft, denn den Mund, als die da inAngst sind. Darum so ist es ein geangstigtes Eilen, und nichtein schlechtes Eilen. Das Essen möchte nicht lange wahren, irgendszwo, drey oder vier Stunden. Es soll nur ein Rückbißlein, oderMorgenbrod seyn, daß man stehe und esse, da man nicht vielGerichte giebet und sich flugs auf den Weg machet. Denn Gottspricht: Ihr sollet mit Eilen ausziehen aus Egypten. Denn siewurden gejagt, gleich als wären die Egypter mit Keulen hinterihnen her. Derohalben haben sie das Osterlammlein mit Eil,Zittern und Zagen verzehret, daß sie nicht lange getischet haben,