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2 (1827)
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202
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202 Bon der Einsetzung des Osterlamms w.

der alte Adam, der da zappelt, dennoch so halt er aus. DasFeuer ist der Heilige Geist, der das Lammlein in uns gebratenmacht und einen rechten Glauben anrichtet, so Christum annim-mst und bey ihm bleibet, und wir auch gebraten und nicht ge-kochet werden, gleichwie er durch das Feuer gebraten ist. Zudiesem Glauben gehöret nun Anfechtung und Trübsal, auf daßer flugs brenne und nicht verlösche. Und wer recht glaubet, derhat ein Feuer, das ist, er stehet nicht auf seine Vernunft. Dennder Glaube ist nicht eine menschliche, sondern göttliche Kraft, wieSt. Paulus zu den Römern 1, 16. saget.

Diese Kraft verrostet nicht, ist auch nicht müssig, sondernwird überschüttet mit Trübsal, auf daß der Mensch sehe, daß ernicht in seiner, sondern in göttlicher Kraft hergehe. Und derGlaube ist nimmermehr starcker und herrlicher, denn wenn dieTrübsal und Anfechtung am größten ist; derohalben wird derGlaube feurig genennet. Und ich fürchte sehr, daß unser vielerGlaube auch wasserig sey, daß wir nur mit dem Maule viel da-von reden-, wenn aber die Püffe kommen, daß wir verfolget wer-den, denn so kömmst dies Feuer und wird das Lammlein in un-fern Hertzen gebraten. So ist nun jenes ein falscher Glaube,dieses aber ein rechter Glaube; jenes ist ein wasseriger Glaube,dieses aber ein feuriger Glaube.

Zum st'ebenzehnten: man soll das Osterlammlein gar essen,sein Haupt mit seinen Schenckeln und Eingeweide. Das Haupthaben sie gemacht zur Gottheit; die Schenckel aber die Mensch-heit Christi. Ich will es auf einen Haufen nehmen; denn er willso viel sagen, man soll das Osterlammlein gantz und gar aufessenund nichts davon überlassen. Gantz essen verstehe ich also, daßman Christum gar esse, und an ihm alleine hange und nichtsanders suche, denn ihn. Dieses wird dienen wider der JüdenGlauben, die Christum nicht für den rechten Heiland halten undvorgeben, Meßias sey noch nicht gekommen, und auf einen an-dern Meßias, auf einen andern Glauben und auf eine andereLehre warten. Aber wisse, wer Christum hat, der hat es allesauf einem Haufen.

Also, wenn ich an Christum glaube, so habe ich Vergebungder Sünde, Herrschaft über den Tod und Teufel, habe auch dasewige Leben. Allhier mangelt nicht, es fehlet nicht um eine Klaue,noch um ein Haar. Gott will uns allezeit im reinen Glaubenerhalten, so soll man keinen Zusatz machen, daß man ihn wollebessern, oder zweifeln, als mangele etwas daran; wie denn St.