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2 (1827)
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195
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Von der Einsetzung des Osterlamms :c.

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Herr Christus auch ein vollkommener Mensch, er hat vollkommeneGewalt im Himmel und auf Erden, Matth. 28, 18., er kannwohl regieren, ihm mangelt und gebricht nichts an dem, so zumRegiments gehöret.

Er ist ein Mann, daß er die Unvermöglichen annimmst;item, er ist eines Jahres alt, das ist, daß er es thun kann undthun will, was ihm gelüstet. Wer Christum also isset, der istes wohl werth, daß Gott ihn anstehet. Er ist alt genug, das ist,starck genug und vermag es. Er soll jung seyn, das ist, Lustund Liebe hat Gott zu ihm; er ist Gott angenehm und angesehen,starck und gewaltig, und er kann und will helfen mit Lust undLiebe. Also hat Gott vor Zeiten den Herrn Christum abgemaletmit dem Osierlammlein.

Zum sechsten, von den Lammern und Ziegen soll man esnehmen. Den Herrn Christum soll man nehmen von den Men-schen; denn er ist ihnen auch gleich, und soll uns dienen undhelfen. Darum spricht Gott: Von der Heerde oder vom Haufensollet ihr das Osterlammlein nehmen. Man soll es in der Heerdelassen gehen, und nicht ein sonderliches im Winckel auferziehen.Gott bestellet es fleissig, auf daß er ja wohl Christum in unsmenge und backe, und nicht aussondere, auf daß er des Fleischesund Blutes sey, deß wir sind. Welches denn über die Maassensehr rühmet die Epistel zu den Hebräern 2, 10., daß Gott nichtdie englische Natur, sondern unser Fleisch und Blut erwischet hat,Abrahams Saamen. Das ist, Gott ist nicht ein Engel, sondernein Mensch worden, und ein solcher Mensch, der da ist unter denandern Menschen umhergegangen, Ap. Gesch. 10, 38., gleichwieein anderer Mensch, wie St. Paulus in der Epistel an die Phi-lipper 2, 6. 7. es gar meisterlich heraus streichet, da er spricht:Als er Gott gleich war, ließ er sich deß nicht düncken für einenRaub, sondern äusserte sich deß, und stellete sich, gleich als wäreer nicht Gott, und hat sich hernieder gelassen, gedemüthiget, alsein anderer Mensch, und ist durch alles uns gleich befundenworden" ?c.

Zum siebenten, so sollte man das Lämmlein behalten, bisauf den vierzehnten Tag des Monden, das ist, bis auf die Zeitder Zukunft Christi. Denn also ist es beschrieben und bestimmetvom Mose, daß Christus das Lämmlein für uns werden sollte.Das hat sich verzogen und ist das Lämmlein behalten worden bisauf den vierzehnten Tag, das ist, bis daß die Zeit kam, daß ersollte erscheinen, Gal. 4, 4., oder man mag die vierzehn Tage

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