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2 (1827)
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Bon den Abraham gegebenen Verheissungen.

leiblicher Weise groß gewesen ist, so du bedencken willt, wie seineAnkunft gewesen sey, nenstich der einige, einsame Abraham, vonwelchem ein solch groß Volck gekommen ist, daß es die Schrift1. Mos. C. 15, 5. vergleichet mit dem Sand am Meer undSternen am Himmel.

Es redet aber der Herr noch nicht von dem geistlichen Se-gen und ewigen Leben, welches diesem Volck auch ist verheissengewesen. Denn, was dieses Volck in diesem Leben gehabt hat,sind noch leibliche und zeitliche Güter gewesen, auf daß es auchder Größe halben ein Ansehen hatte und Gott mitten unter ihnenwohnete, redete, regierete und sie schützte. Welches denn auchtreffliche Gaben sind, die man nicht genugsam loben kann, daßsich Gott also in dieses Volck gleichsam verschlossen hat, daß ernicht allein mitten unter ihm wohnete, sondern wollte auch ausihm Mensch werden. Aber dieses gehöret zu den geistlichen undewigen Gütern, davon wir bald sagen wollen.

Also hat Abrahm dieser keines gesehen, ja er hat auch Ursa-chen die Fülle gehabt, der keines zu glauben, so er dem Fleischhatte wollen folgen; denn er hat einen unfruchtbaren Ehestandgehabt, und ob ihm wohl hernach Jsaac geboren ist und er seinenEnckel Jacob in die fünfzehn Jahre gesehen hat: so ist doch einsolcher Anfang, wie jedermann bekennen muß, gegen eine so großeVerheissung zu rechnen, sehr schwach und gering gewesen. Darumhat der heilige Mann gar einen tresslichen Glauben gehabt, daßer solches alles geglaubet hat, so gewiß, als sähe er es schon vorAugen, und mit nichten gezweifelt an denen Verheissungen, dieihm von Gott gethan waren.

Nun lasset uns gegen diesen so grossen Glauben auch hal-ten unfern Unglauben. Wir wissen, daß Christus am JüngstenTag kommen wird und zu nicht machen alle seine Feinde, Tür-cken, Jüden, Pabst, Cardinale, Bischöffe und was der gottlosenLeute mehr seyn, so das Wort entweder verfolgen, oder ausHoffart verachten und versäumen. Wir wissen auch, daß Christuszwischen der Zeit, ehe er kommt, bey seiner Kirche seyn will undreine Lehre und rechte Gottesdienste erhalten. Meynest du aberauch, wenn wir solches gläubeten, daß irgend ein Unfall, wie erauch käme, uns betrüben könnte? Meynest du auch, daß sichin unfern Hertzen die Sicherheit, so wir fühlen, erheben würde,daß wir also gedächten, wie wir denn thun, als würde der Tagdes Herrn über tausend Jahr noch nicht kommen?

Derohalben ist unser Glaube, wenn wir es gläuben wollen,