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Wie dem auch seyn mag, durch eine Instruktionvom Z0. Mai 4820 hat der König alle einzelnen Punktegenau festgestellt, welche bei der Anwendung des Dekretszur Sprache kommen können, und hierdurch eine Sacheerledigt, welche beim Verfassungswcsen in den süddeut-schen Staaten ungemeine Schwierigkeiten gemacht hat,an denen die neuen Staatseinrichtungcn fast gescheitertwaren.
Die Regierungszeit des Königs ist so reich an NettenStaatseinrichtungcn, daß man bei der Znsammcnstellungeines Gemäldes derselben, öfters in Verlegenheit ist, wieman sie gruppiren soll, nm sie in eine einzige Uebersichtzu bringen. —
Es ist noch gar nicht die Rede davon gewesen, daßder König mehr Universitäten gegründet und mehr Land-straßen gebaut, als seine sämmtlichcn Vorfahren. Unddoch würden diese beiden Dinge, welche so großen Ein-fluß auf den gesellschaftlichen Zustand eines Volkes üben,schon allein hinreichen, den Ruhm einer Regierung zugründen. — Wenn in einem früheren Jahrhundert einFürst drei so große Universitäten gestiftet, wie die vonBerlin, Breslau und Bonn, und jeder eine Einnahmevon 60 bis 80,000 Thlr. angewiesen, oder so viele Kunst-straßcn, und zwar durch königliche Freigebigkeit, undnicht, wie in Frankreich, durch Frohnen und durch denUntergang des Landvolks, gegründet hatte: das Jahrhun-dert würde ihm einen ehrenden Beinamen gegeben haben.
„Um diesen Preis mögen unsere Könige keinen Ruhm,"sagte damals Möller, da der König als Kronprinz mitseinem Vater in der Mark war.
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