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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
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sich mir so verhielten, wie sie sie erzählen, — Reden siez. B. von dem Abgabenwesen des Staates, so sieht man,daß sie hierin die kläglichste Ungewißheit besitzen und daßsie sich gar nicht die Mühe genommen haben, mit demje-nigen sich bekannt zu machen, was über dasselbe gedrucktvorhanden ist.

Die Ursache dieser wunderlichen Erscheinung liegtwohl darin, daß die Menschen sich gern redenhören, besonders die in den Hauptstädten, und indemnun Jeder gern reden will, so sucht der Eine den An-deren zu überbieten, indem er Dinge erzählt, die nochviel wunderbarer sind, als die, welche der Nachbar vor-getragen hat. Es würde beschwerlich seyn, wenn mansich hierbei immer aus genaue Thatsachen und genaueZahlen beschränken wollte. Besonders würde dieses derDecoration des Gespräches schaden, bei dem doch dasWesentliche ist, zu zeigen, daß die Regierung gar nichtsvon der Sache verstehe, daß man aber selber die treff-lichsten Einsichten besitze. — Man erlaubt sich dahergern einige poetische Freiheiten bei der Behandlung desStoffes.

Auch ist es vornehm, ein wenig mißvergnügt zuseyn. Indem man Alles schlecht findet, was einem ge-boten wird, so ist solches ein Zeichen, daß man Allesschon viel besser gehabt habe und von Jugend auf ge-wohnt gewesen scy.

„Er war gewiß aus einem edlen Haus;

Er sah sehr stolz und unzufrieden aus."

So steht schon in Göthe's Faust.

Wenn man eine Verfassung mit einem Reprasenta-tivsysteme hat, so nimmt, von der einen Seite, diesesunverständige Reden gegen die Regierung ab, weil dieBürger sich wirklich nun besser über die Angelegenheiten