Druckschrift 
Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

wohnlichen Kopfgclde, wo alle Familien eines Landes inEine Klasse zusammengestellt werden, und alle gleichviel bezahlen.

Der Hauptvortheil ist aber der, daß man, mit dieserSteuer zwischen 6 und 7 Millionen Rthlr, erheben kann,ohne irgend eine Untersuchung über das Privatvcrmögcnanzustellen, und ohne Hunderttausende von Eiden aus-schwören zu lassen, wie man dieses bei jeder Vermögens-steuer thun muß.

Daß bei der ersten Hebung mancherlei Jrrthümcrvorfallen mußten, eben weil man diese genaue Statistiküber alle Familien in jeder Gemeine und in jedem Kreisenoch nicht hatte, dieses war vorauszusehen. Auch hätteman hierüber etwas billiger urtheilcn können, da dochNiemand eben ruinirt wurde, auch wenn man ihn durcheinen Jrrthum in eine höhere Klasse setzte. Dieses konnteim Marimo in der ersten Klasse nur 12 Nthlr. machen,da die erste Verthcilung nur für die letzten 6 Monatevon 1820 gemacht wurde.

UebrigenS ist der Wunsch, mehr als Z Klassen zumachen, ganz allgemein gewesen. Er geht von Memelbis Trier. Man wird ihn befriedigen können, wennman die Klassen beibehält und jeder drei Untcrabtheilun-gen gibt, in welche man die einzelnen Familien bringt,nachdem man sie vorher nach den allgemeinenKennzeichen, die das Gesetz angibt, in die 6Klassen eingereiht hat. Und wirklich scheint es,daß dieses keine Schwierigkeiten darbietet. Denn da dieKlasscnsteucr fürs flache Land bestimmt ist, wo man andem sichtbaren Vermögen einen guten Maaßstab hat, sokann man die Familien, welche zu einer Klasse gehören,recht gut, in Hinsicht ihres Vermögens, in drei verschie-dene Untcrabtheilungcn bringen , von denen die eine den