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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
127
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Als eine Völkerschlacht dauerte sie drei Tage, undBonaparte wurde besiegt. Seine Armee, obgleich dreiTage hindurch siegreich, kam in Erfurt in einem Zustandean, der fast einer geschlagenen Armee ahnlich sah; sosagte selbst der Moniteur.

Die Franzosen wurden nun aus ganz Deutschlandvertrieben und flohen nachdem sie in Hanau nocheinmal hart auf die Baiern getroffen, in verworrenerEile über den Rhein, wo nur die Trümmer eines Heeresanlangten, das im August noch 340,000 Mann starkgewesen war.

Ganz Deutschland war nun befreit, und die fröh-liche Erhebung eines Volkskrieges welcher in Preußen be-gonnen, Pflanzte sich überall fort bis zum Rheine. Preußenleuchtete hierbei als Vorbild, sein Heer wurde überall mitEhrfurcht empfangen, so wie jedes Bürgerhcer, dasmit Bewußtseyn für die Befreiung seines Va-terlandes streitet!

Besonders günstig wurden die freiwilligen Jageraufgenommen, die keine Spur von einem Kasernen-Sol-daten an sich trugen, und die überall die Jugend mit inihr Interesse und das Interesse der deutschen Sache zo-gen. Ein Bürgcrsinn belebte Alle und damals wurdenicht unterschieden zwischen Preußen und Deutschland.Deutschland stand im Begriff in Preußen unterzugehnund Preußen in Deutschland;

Ueberall wandte sich das Volk mit Entschiedenheitund im Jubel zur deutschen Sache.

Es ist bcmerkenswcrth, sagt Pfuhl in seiner Ge-schichte der Kriegsjahre 1813, 1814 und 1815 wie dasgequälte zersplitterte, im bewußtlosen Halbschlummcr seitlanger Zeit kaum noch athmende Deutschland, wo einjeder Theil selbstisch in sich befangen, wenig nach dem