Als eine Völkerschlacht dauerte sie drei Tage, undBonaparte wurde besiegt. Seine Armee, obgleich dreiTage hindurch siegreich, kam in Erfurt in einem Zustandean, der fast einer geschlagenen Armee ahnlich sah; — sosagte selbst der Moniteur.
Die Franzosen wurden nun aus ganz Deutschlandvertrieben und flohen — nachdem sie in Hanau nocheinmal hart auf die Baiern getroffen, — in verworrenerEile über den Rhein, wo nur die Trümmer eines Heeresanlangten, das im August noch 340,000 Mann starkgewesen war.
Ganz Deutschland war nun befreit, und die fröh-liche Erhebung eines Volkskrieges welcher in Preußen be-gonnen, Pflanzte sich überall fort bis zum Rheine. Preußenleuchtete hierbei als Vorbild, sein Heer wurde überall mitEhrfurcht empfangen, so wie jedes Bürgerhcer, dasmit Bewußtseyn für die Befreiung seines Va-terlandes streitet!
Besonders günstig wurden die freiwilligen Jageraufgenommen, die keine Spur von einem Kasernen-Sol-daten an sich trugen, und die überall die Jugend mit inihr Interesse und das Interesse der deutschen Sache zo-gen. Ein Bürgcrsinn belebte Alle und damals wurdenicht unterschieden zwischen Preußen und Deutschland.Deutschland stand im Begriff in Preußen unterzugehn —und Preußen in Deutschland;
Ueberall wandte sich das Volk mit Entschiedenheitund im Jubel zur deutschen Sache.
„Es ist bcmerkenswcrth, sagt Pfuhl in seiner Ge-schichte der Kriegsjahre 1813, 1814 und 1815 wie dasgequälte zersplitterte, im bewußtlosen Halbschlummcr seitlanger Zeit kaum noch athmende Deutschland, wo einjeder Theil selbstisch in sich befangen, wenig nach dem