„Des Einzelnen Ehrgeiz — er scy der Höchste oderder Geringste im Heere, — verschwinde in dem Ganzen.Wer für das Vaterland ficht, denke nicht an sich.
„Euer König bleibt stets bei Euch, mit ihm derKronprinz und die Prinzen Seines Hauses. Sie werdenmit Euch kämpfen. Sie und das ganze Volk werdenkämpfen mit Euch, und an Unserer Seite ein zu Unsererund zu Deutschlands Hülfe gekommenes tapferes Volk,das durch hohe Thatcn seine Unabhängigkeit errang. Esvcrtraucte seinem Herrscher, seinem Führer, seinerSache, seiner Kraft, und Gott war mit ihm! So auchIhr! — Denn auch Wir kämpfen den großen Kampfum des Vaterlands Unabhängigkeit.
„Vertrauen auf Gott, Muth und Ausdauer scyUnsere Loosung."
Um für diese Bewegung der Nation ein gemein-schaftliches Erkennungszeichen zu haben, so hatte derKönig schon unterm 22. Februar 1813 die Tragung derschwarz und weißen Nationalkokarde befohlen.
In dem deshalb erlassenen Decrete sagte der König:
„In Erwägung, daß die herzerhebcndc allgemeineAcußcrung treuer Vaterlandsliebe ein äußeres Kenn-zeichen derselben für alle Staatsbürger fordert, so ver-ordnen Wir, daß auch außer dem Kriegsdienste vonallen Männern, die über zwanzig Jahr alt sind, die preu-ßische Nationalkvkarde am Hute soll getragen werden.—„Das Recht, die Kokarde zu tragen, wird verwirkt, durchFeigheit vor dem Feinde, durch Ausreißen vom Kriegs-dienste, und durch Fcstungs - und Zuchthausstrafe. —„Das stets anwesende Bild von dem Panier des Vater-landes muß jedem, der es in der Kokarde trägt, mit derErinnerung an seine heiligsten Pflichten erfüllen."