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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
109
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mit dem Raff- und Leseholz und mit der Waldweide sollgehalten werden.

Die folgenden §§, enthalten noch mehrere Bestimmun-gen über die Erhöhung der Landescultur, deren Auszugdie Grenzen dieser Blätter überschreiten würde. Siesind in der klaren Sprache abgefaßt, die man vielfach inden Verordnungen des großen Churfürsten findet, die die-ser in der Periode erließ, wo er ein vom dreißigjährigenKriege verwüstetes Land erhielt, dem er durch große An-stalten wieder aufhelfen mußte und wirklich aushals. DasHausvaterliche, was in dem Regiment? des erblichen-nigthums liegt, ist so recht darin sichtbar.

Am Schlüsse sagt der König:

Obgleich Wir vertrauen dürfen, daß im Landbaudasjenige, was die Kräfte Einzelner erlauben, von denentfesselten Händen Unserer getreuen Landbewohner ge-schehen werde, so bleiben doch für solche mehrere, ebenso nöthige als nützliche große Unternehmungen unerreich-bar. Das Land enthält auf mehreren Punkten Brüchsvon großer Fruchtbarkeit und großem Umfange, derenUrbarmachung tausende von Händen erfordert.

Außerdem bedarf der innere Verkehr die Anlegungmehrerer Brücken, Eanäle und Landstraßen. Wir haltenes für landesväterlichc Pflicht, alles Mögliche zu thun,diese neuen Quellen der Nationalwohlfahrt zu öffnen, undwerden dazu, so wie es die Umstände nur irgend gestat-ten, besondere Anstalten treffen.

Es ist für Unser Gefühl höchst erfreulich, daß Wirendlich dahin gekommen sind, alle Theile Unserer Nationin einen freien Zustand zu versetzen und auch den gering-sten Klassen die Aussicht auf Glück und Wohlstand er-öffnen zu können.