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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
Seite
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Vortheil zu verfolgen, die den andern Armeen fehlte,die sich ihnen gegenüber stellten, und sich noch in denalten Formen, mit ihrem endlosen Gcpäcke und ihrenlangen Reihen von Bagagepferdcn bewegten, da jederOssicicr ein General im Kleinen war, und nicht glaubteleben zu können, wenn er nicht sein Reitpferd, seinHandpferd und seinen Bedienten habe. — Die französi-schen Ofsiciere giengen alle zu Fuße; blos ein kleinerMantclsack wurde ihnen nachgefahren. Bediente hattensie gar nicht.

Die europäischen Heere haben immer einander wech-selseitig zum Muster gedient. Nach dem siebenjährigenKriege war das Heer von Friedrich dem Großen Mu-sterschule für die andern, und alle seine Einrichtungen,bis, auf die Ladcstöcke, wurden nachgeahmt.

Seit der Revolution wurden die französischen dieLehrer von Europa, und es ist merkwürdig, welche Gleich-heit sie in Hinsicht der Bewaffnung, Bekleidung undHecr-Oekonomie bei allen eingeführt haben. Diesesrührt wohl daher, daß alle Heere von Europa sich erstmit ihnen geschlagen und später fast alle Bundesgenossenvon ihnen gewesen sind, wo dann einzelne Corps mitihnen zusammenstanden, und ihre Einrichtungen kennenlernten.

Am Ende ist den französischen Heeren dieses Lehr-meistcrthum theuer zu stehen gekommen. Denn nachdemdie andern die neueren Kriegseinrichtungcn ebenfalls beisich eingeführt hatten, und in Deutschland, Rußlandund Spanien ebenfalls Volks- und Mcinungskriege ent-standen, so sind sie denn auch ihrerseits geschlagen wor-den, und andere Völker sind in ihre Hauptstadt eben sosiegend, wie sie früher in die ihrigen eingezogen.