Einrichtungen der Gesellschaft, oft nur der kleinste Thcilvon einzelnen Menschen abhängt, indem das Meiste durchdie Natur der Dinge bestimmt wird, die sich einmal nichtschnell und auch nicht nach einem Ideale bewegen können.
Es kann aber auch zweitens daher rühren, daß dasStaatsministerium nicht unabhängig ist, und daßfremde Einwirkungen Einfluß auf seinen Gang üben.
Die Minister werden immer durch die Geschäfte selbsterzogen; und diejenigen, die wirklich bedeutende Geschäftein Angelegenheiten der Gesellschaft geführt haben, werdenwissen, daß man dabei ungemein wenig von sich selbstabhangt, sondern daß die Richtung unserer Thätigkeit im-mer durch die Natur des Geschäfts bedingt wird, indemhier ungleich weniger Willkühr gestattet ist, als man,dem äußern Anscheine nach, vielleicht schließen möchte. Mansagt: die Pferde schmeicheln nicht, sondern sie fördernihren Reiter.
Die Geschäfte schmeicheln ebenfalls nicht, und wennman sechs Minister hat, die Talent besitzen und denVorsatz, daß sie recht lange Minister scyn wollen, — unddieser pflegt selten zu fehlen — so findet sich das, wassie thun oder lassen wollen, bald von selbst, eben weildie Geschäfte nicht schmeicheln.
Auch kommt das politische Glaubensbekenntniß beiihnen nicht so viel in Betracht, wie die gewöhnliche Mei-nung ist. Wenn alle sechs Aristokraten sind, und wennsie es in einem noch so hohen Grade sind, so kann mansicher scyn, daß in Jahr und Tag der Minister den Edel-mann überwachsen hat. — Der Jusiizminisier giebt demBauer Recht gegen den Edelmann, weil er die Unab-hängigkeit der Justiz will aufrecht erhalrcn, und ihmhieran mehr liegt, als an dem, was ein unzufriedenerEdelmann sagt. Der Minister des Innern will, daß die