wcgung der alten fränkischen Lehnaristokratie gegen denfränkischen König, Sie ging ohne Spur vorüber. Lud-wig der Vierzehnte verschaffte seinem mächtigen Adelan seinem glänzenden Hofe einen glänzenden Untergang.
I/eu>r c'cst inoi! Dieses war sein Wort und dasZiel seines Strcbcns. Dieses war das Ziel seines klugenMinisters, der seinem Herrn die ganze Macht zuwendenwollte, die er sonst getheilt besessen.
Die ganze Gesellschaft arbeitete einem anderen Zu-stande entgegen. Das, was unterging, ging mit Rechtunter, weil es sich nicht mehr halten konnte, da es blosRuine einer längst vergangenen Zeit war.
Allein ein großer Staat läßt sich nicht ohne großeInstitutionen regieren, und wenn die Minister von Lud-wig dem Vierzehnten glaubten, daß die Institutiondes Staatsministeriums schon hinreichen würde, umeinen großen Staat zu regieren, so irrten sie sich.
Es ist nicht zu leugnen, daß die Ordvnanzcn vonLudwig dem Vierzehnten mit einer großen Nollendungund mit einer großen Sachkenntnis entworfen sind.Man sieht in ihnen, daß bei den Bcrathungcn imStaatsrat!)« sowol, als im Ministerio eine große Ge-schäftskenntniß vorgewaltet, und daß der damaligen Ge-setzgebung eine große Vollkommenheit nicht abzusprechenist. Auch ist bekannt, daß Ludwig der Vierzehnte im-mer im Staatsrathe und im Staatsministerio präsidirte.Denn was man auch von diesem Fürsten sagen mag,eine große und sich zum Großen hinneigende Thätigkeitdes Geistes ist ihm nicht abzusprechen.
Allein bei allem dem begingen die Minister demFehler, daß sie den Staat ohne große Institutionenließen, die auf den gegenwärtigen Zustand der Gesell-schaft berechnet, auf diesem hätten wurzeln müssen, Ihre