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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
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Alle diese Staaten hatten die Institutionen desMittelalters; ihre Kricgseinrichtung beruhte aus Lchn-und Dienstadel, und ihre Staatscinrichtuug auf Standenin der damaligen Bedeutung des Wortes, wo der Adeleinen Stand bildete, die Geistlichkeit den anderen unddie Bürger der Städte, die ohngcfahr ein Viertel dergesammten Bevölkerung ausmachten, den dritten. DieBauern waren ohne Vertretung, weil sie keinen Standfreier Bürger bildeten. Sie hatten kein achtes Ei-gcnthum.

Diese Einrichtung der Gesellschaft war zweck-mäßig, so lange die Gesellschaft die Organisation beibe-hielt, die sie im Mittelalter hatte, für welche dieseEinrichtung berechnet war, und aus der sie hervorgegan-gen. Als aber die Reformation, die Buchdruckerei unddie Bibel die Macht des Priesterthums zusammengebro-chen, und sich dem Pabstthumc wie eine neue europäi-sche Macht gegenüber gelagert, — als das Schicßpnlvcrdie Macht des Lehnadels vernichtet und eine ganz neueEinrichtung der Heere herbeigeführt hatte, — als endlichdurch Industrie und Gewerbe der dritte Stand reich, ge-bildet und mächtig geworden, da wollten die alten Ein-richtungen der Gesellschaft in keiner Weise mehr passen.

Diese neuen Elemente, die in die Zeit getreten,benutzten indcß die Könige, um ihre Herrschaft über ihreVasallen auszudehnen. Das Recht der eigenen Münzewurde ihnen genommen, eben so das Recht der eigenenBesteuerung und der eigenen Gerichtshöfe. Die könig-liche Münze münzte fürs ganze Reich, die königlichenGerichtshöfe sprachen im ganzen Reiche das Recht, dieköniglichen Beamten hoben im ganzen Reiche die Steuern.Der Hof überglänzte, der milestun« schreckte Alle. Die Fronde war die letzte Be-