Besonders wurden die Frauen von diesem Glaubenergriffen. Denn da nach der Meinung der Germanenetwas Wahrsagendes in ihnen wohnt, so sind sie demQuell der Dinge näher, und ihr Ohr hört besser dieverborgenen Wasser der Tiefe rauschen.
Sie schloffen sich an die Männer, in denen einereiche Natur ebenfalls etwas Dämonisches zeigte; undwie die Begebenheiten diese einst cmportragen würden,das konnte ein geübtes Auge schon aus der Achtungund Liebe erkennen, die ihnen edle Frauen erwiesen.
Im Unglücke giebt es unter den Edleren immereine Art Tugendbund. Man sieht dieses in allen Ver-folgungen, die Gleichgesinnten erkennen sich, und wissennicht wie.
Von diesem unsichtbaren Tugendbunde darf manwohl die Königin als die Mitte nennen, auf welche alleAugen mit Liebe und Theilnahme gerichtet waren, daeine unglückliche Frau schon an sich etwas ungemeinRührendes ist, — besonders aber, wenn diese Frau zu-gleich Königin und Mutter.
Daß die Königin die Mitte von dem Geiste sey,der sich im Norden gegen ihn auflehnte, das hatte derCorse wohl erkannt. Denn auch in ihm lag etwas Dä-monisches, — aber Dämonisches des Bösen. Sein Haßgegen sie war der alte Haß der Finstcrniß gegen dasLicht, von dem die Urkunden reden.
Daß das Unglück läutere, — daß es besser, daß esvollkommener mache, dieses konnte einem aufmerksamenBeobachter nicht entgehen; auch daß von hierausdas Bessere werde hervorgehen, — wenn einmal die