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Friedrich Wilhelm der Dritte
Entstehung
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gegeben. Denn dadurch wird ein Haus groß,daß es eine lange Reihe von Jahren auf derLinie fortgeht, welche die großen Fürsten desHauses vvrgczcichnct, durch die Einrichtun-gen, die sie getroffen und durch das Beispiel,das sie gegeben.

Die Erbfürstcn sind bei weitem nicht so unum-schränkt, wie die gewöhnliche Meinung ist. Ihrem gan-zen Seyn ist schon dadurch eine gewisse Richtung gege-ben, daß sie genöthigt sind, auf der Linie fortzugehen,auf der ihr Haus gegangen, indem es groß geworden.Hicdurch ist schon jede Willkühr verbannt. Das Erhal-tende liegt aber darin, daß die Stunde dem Ge-setze gehorcht, das dem Tage gegeben ist, unddaß der Tag dem Gesetze gehorcht, welches dasJahr lenkt. Wie in der Natur, so in der bürgerlichenWelt, liegt das Erhaltende im stetig Fortgehenden. Diemorgcnlandischcn Staaten sind daher so vielen Pallast-Revolutionen unterworfen, weil sie ohne große Staats-institutioncn sind, und ihr Stand der Cultur ihnen nichterlaubt, auf eine Staatscinrichtung zu kommen, in dersich die Dinge nach festen Gesetzen bewegen, und zwar

400 Jahre bei dieser Dynastenfamilie, die alle» geschichtli-chen Vermuthungen nach, zuerst aus einer altsächsischcn Familie hervorgegangen, die mehrere Obcrhöfe an der Ruhrund Lippe als Eigenthum besaß. Diese Besitzungen sindjetzt üc>c> Jahre bei dem Geschlechte und zwar alle, welchedie Familie Cleve besessen. Eben so die dazwischen liegendenBesitzungen, die der Erzbischof von Cölln am Rheine undin Westfalen um den hohe» Asten, an den Quellen derRuhr und der Leine besaß, und die eine Erbschaft aus demalten Herzvgthume Sachsen waren, die durch den Fall Heinrichsden Löwen gesprengt wurde-