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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
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190 Börne und Consorten.

aber keine Beweise in Händen und konnte es nur in seinemKreise den vertrauten Anhängern mittheilen. Das machteHeine auch wieder sehr wüthend, aber er wußte seine Wuthhinunterzuwürgen. Erst nachdem Börne todt unten lag undnicht mehr krakehlen konnte, erst als Heine auf dem Grabeüber Börne stand, ließ Heine seine Galle los, wie folgt:

Seitdem diese beiden (Agitatoren) verschwanden, trat Börneunter den Revolutionären zu Paris unmittelbar persönlich hervor,er herrschte nicht mehr durch Agenten seines Willens, sondern imeigene» Namen, und es fehlte ihm nicht an einem Hofstaat vonbeschränkten und erhitzten Köpfen, die ihm mit blinderVerehrung huldigten. Unter diesen lieben Getreuen saß er inaller Majestät seines buntseidenen Schlafrocks und hielt Gerichtüber die Großen dieser Erde, und neben dem Czaren allerReußen, war es wohl der Schreiber dieser Blätter (Heine), densein rhadamantischer Zorn am stärksten traf. , , , Was in seinenSchriften nur halbwegs angedeutet wurde, fand im mündlichenVortrag die grellste Ergänzung, und der argwöhnische Klein-geist, der ihn bemeisterte, und eine gewisse infame Tugend,die für die heilige Sache sogar die Lüge nicht verschmäht,kurz, Beschränktheit und Selbsttäuschung trieben den Mannbis in die Moräste der Verleumdung!!"*

Dieser Morast derVerleumdung" war die Anklage,Heine sei vom französischen Ministerium durch eine Jahres-pension gewonnen, Heine machte seine Vertheidigung sehr vor-sichtig, er war auch so klug, die Anklage nicht formulirt zubringen und spricht nur so im Allgemeinen von einemMorastder Verleumdung".

Selbstverständlich konnte Heine gegen den lebenden Börnenicht auftreten, er konnte ja doch nicht sicher wissen, inwieweitBörne von der thatsächlichen Beziehung Heines zu Guizotunterrichtet war: nun hier S, 239 schlägt er gegen den unter-irdischen Börne los:

Mit diesem (mit Robespierre) hatte Börne zuletzt die größteAehnlichkeit: im Gesichte lauerndes Mißtrauen, im Herzen eine

* Das ist hier der gleiche Fall wie bei Lessing, der es auch nichtwagte, den Empfang der 1(100 Dukaten von den Amsterdamer Juden alsLohn für die Herausgabe talmudischer Schmähungen des Erlösers ent-schieden in Abrede zu stellen, sondern seinem Stiefsohn eine sehr zahmeund lahme Erklärung diktirte, welche wir inLessingiasis und Rathano-logie" (Scböningh, Paderborn, 1890) als eine Quittung des Empfangesbezeichneten.