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Heinrich Heine
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Das Begräbnis

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der würdige Sohn seines Vaters, ist sich mit mir in diesen Ge-fühlen begegnet, und mit edler Bereitwilligkeit ist er meiner Bittenachgekommen, als ich ihn ersuchte, die förmliche Verpflichtung zuübernehmen, nach meinem Ableben meiner Frau als lebenslänglicheRente die Hälfte der Pension zu zahlen, welche von seinem seligenVater herrührte. Diese Übereinkunft hat am 25. Februar 1847stattgefunden, und noch rührt mich die Erinnerung an die edlenVorwürfe, welche mein Vetter, trotz unserer damaligen Zwistigkeiten,mir über mein geringes Vertrauen in seine Absichten betreffs meinerFrau machte; als er mir die Hand als Unterpfand seines Ver-sprechens reichte, drückte ich sie an meine armen kranken Augenund benetzte sie mit Tränen. Seitdem hat sich meine Lage ver-schlimmert und meine Krankheit hat viele Hilfsquellen versiegenmachen, die ich meiner Frau hätte hinterlassen können. Diese un-vorhergesehenen Wechselfälle und andere gewichtige Gründe zwingenmich, von neuem mich an die würdigen und rechtlichen Gefühlemeines Vetters zu wenden: ich fordere ihn dringend auf, meineoben erwähnte Pension nicht um die Hälfte zu schmälern, indemer sie nach meinem Tode auf meine Frau überträgt, sondern ihrdieselbe unverkürzt auszuzahlen, wie ich sie bei Lebzeiten meinesOheims bezog. Ich sage ausdrücklich: Wie ich sie bei Lebzeitenmeines Oheims bezog, weil mein Vetter Karl Heine seit nahezufünf Jahren, seit meine Krankheit sich stark verschlimmert hat, dieSumme meiner Pension tatsächlich mehr als verdoppelte, für welcheedelmütige Aufmerksamkeit ich ihm großen Dank schulde. Es istmehr als wahrscheinlich, daß ich nicht nötig gehabt hätte, diesenAppell an die Liberalität meines Vetters zu richten; denn ich binüberzeugt, daß er mit der ersten Schaufel Erde, die er, nach seinemRechte als mein nächster Anverwandter, auf mein Grab werfenwird, wenn er sich zur Zeit meines Abscheidens in Paris befindet,all jene peinlichen Beklagnisse vergessen wird, die ich so sehr be-dauert und durch ein langwieriges Sterbelager gesühnt habe; erwird sich dann gewiß nur unserer einstmaligen herzlichen Freund-schaft erinnern, jener Verwandtschaft und Übereinstimmung der Ge-