Atta Troll
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zwar nicht passenden, aber üblichen griechischen Bezeichnungen zuverwenden. Aber gerade aus dem Gegensatz zwischen Schall undWort lassen sich sehr starke Klangwirkungen erzielen, die derklassischen Ruhe die romantische Bewegung entgegenstellen.
Als Motto hat Heine dem Gedicht ein Zitat aus Freiligraths„Mohrenfürst" vorgesetzt:
Aus dem schimmernden weißen Zelte hervortritt der schlachtgerüstete fürstliche Mohr;so tritt aus schimmernder Wolken Torder Mond, der verfinsterte, dunkle, hervor,
Freiligrath war damals noch nicht als politischer Dichter undTendenzpoet aufgetreten, er schwelgte noch in einem von VictorHugo übernommenen wortreichen Exotismus. Heine konnte sichschon mit dem Phrasenschwall des Franzosen nicht befreunden,geschweige mit dem seines deutschen Nachahmers. Er, der durchseine Abstammung von der Romantik daran gewöhnt war, dieEinfachheit des Volksliedes als höchste Poesie zu betrachten, fandden geschraubten, aber allgemein bewunderten Schwulst des „Löwen-ritts" oder des „Mohrenfürsten" grotesk. Das groteske Zitat vondem „verfinsterten, dunkeln Mond" und dem „schimmernden weißenZelt" wurde zum Leitmotiv der grotesken Dichtung, das im neckischenSpiel immer wieder durchklingt, bis am Schluß der Mohrenkönigselber auftritt als wohlgenährter Wärter der schwarzen Mumma imzoologischen Garten. Er hat sich ein Bäuchlein angemästet:
Aus dem Hemdeschaut's hervor, wie'n schwarzer Mond,der ans weißen Wolken tritt,
Heines einzelne Werke haben den vollen Eindruck auf die Zeit-genossen vielfach verfehlt, weil sie stückweise in Zeitschriften erschienen.Kam später die Buchausgabe heraus, so war der Reiz der Neuheitund damit das Interesse, zum mindesten das der Kritik stark be-einträchtigt. So ging es auch „Atta Troll". Ein Kunstwerk mußals Ganzes wirken, die einzelnen Abschnitte konnten nur als pole-mische Äußerungen erfaßt werden. Heine sah voraus, daß der