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Heinrich Heine
Entstehung
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Menzels Vorstoß

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warnte alle Drucker und Verleger Deutschlands, in erster Linie Hoff-mann und Campe in Hamburg, ein Werk der genannten Autorenherauszubringen. Nach diesem Beschluß und den dazu gehörendenAusführungsbestimmungen der Einzelstaaten, die, besonders inPreußen, äußerst scharf ausfielen, war nichts weniger beabsichtigt,als die Autoren des „Jungen Deutschland" mundtot zu machen.Mündts Name mußte im Verzeichnis der Mitarbeiter einer strengwissenschaftlichen Zeitschrift gestrichen werden und selbst ungünstigeArtikel gegen Heine ließ der Zensor nicht durch, weil sein Nameüberhaupt nicht mehr genannt werden sollte.

Heine war von Menzel nicht direkt erwähnt worden, aber bei„Juden und Franzosen" mußte jeder an ihn denken und folge-richtig setzte der hohe Bundestag ihn als ersten auf die Proskriptions-liste. Beim Heraufziehen des Gewitters hatte er Laube geraten, inpolitischen Fragen Konzessionen zu machen und die Angelegenheitso zu wenden, daß die protestantische Denkfreiheit gefährdet er-scheine. Er brauchte diesem Freunde keine Mäßigung zu empfehlen,er war nicht, wofür Heine ihn hielt, „ein Fechter, der in derArena stirbt". Die Bundesbeschlüsse selbst nahm der Dichter zunächstnicht ernst; er glaubte, sie hätten nur den Zweck, ihn zu demütigenund zu einem Canossagang zu zwingen. Er hielt es für aus-geschlossen, daß Preußen Bücher, die noch gar nicht geschriebenwaren, verbieten swolle,' und meinte, allenfalls durch Weglassungseines Namens auf dem Titelblatt derartige Verbote vereiteln zukönnen. Allmählich erkannte er den Ernst der Lage, ja seine Be-sorgnis ging nun so weit, daß er sich selbst in Paris für gefährdethielt. Aber er verriet die Sache des „Jungen Deutschland" nicht.In einem freilich etwas ironisch höflichen Schreiben erbat er freiesGeleit, um seine Haltung öffentlich und persönlich in Frankfurt vorder hohen Bundesversammlung zu vertreten. Der Schachzug wargeschickt, er sollte auf die öffentliche Meinung wirken und ihre Sym-pathie gewinnen. Das „Junge Deutschland" mit seinen unmoralischenRedensarten war in keiner Weise populär und konnte es nurwerden, wenn es gelang, seine Mitglieder als unschuldige Opfer,